Die Modellsimulationen der vergangen Tage sahen zunehmend schlecht aus für alle, die sich weiße Weihnachten wünschen. Stets blieb der Unsicherheitsfaktor des sibirischen Hochdrucksystems bestehen und dem damit zusammenhängenden Verhalten des Tiefdrucksystems auf dem Atlantik. Eine milde "Südwestrutsche" war die Folge über die Weihnachtsfeiertage. Zunehmend wurde diese Wetterlage mit einer Wahrscheinlichkeit von 60% wahrscheinlicher. Es gab aber noch Unsicherheitsfaktoren in Form des Polarwirbels und der damit zusammenhängenden Wellenbildung. Sie vermuten wahrscheinlich schon an der Vergangenheitsform des Textes, dass sich etwas geändert hat. Das hat es - wenn auch nur in Form des amerikanischen Wettermodells und dessen Hauptlauf, es zeigt aber eines wieder einmal recht deutlich - beim Wetter ist vieles möglich. Passend zum 24. Dezember "drückt" sich das Tief vom Atlantik exakt über Deutschland nach Osten durch und löst auf seiner Rückseite einen Trogvorstoß mit winterlichem Wetter bis ins Flachland aus - aber Achtung, das ist nur eine Variante, die in den kommenden Läufen genauer beobachtet werden muss. Der reine Modelloutput zeigt am 24. Dezember verbreitet Regen. Etwa nördlich einer Linie Hamburg - Berlin schneit es zeitweise bei Temperaturen um -2/0 Grad, sonst werden verbreitet +5/+13 Grad erwartet - das ist die Grenzwetterlage, bei der das Tief sich über Deutschland "durch quetscht". Zum heutigen Stand sind weiße Weihnachten etwa nördlich einer Linie Bremen - Dresden als wahrscheinlich einzustufen, da die Niederschläge bis zum 24. Dezember dort überwiegend als Schnee fallen werden. Am 25. Dezember zieht das Tief durch und bringt auf seiner Rückseite kalte Luft aus dem Norden mit sich, die Schneefallgrenze sinkt bei Temperaturen zwischen 0/+3 Grad auf etwa 500 Meter hin ab. Am 26. Dezember sinkt die Schneefallgrenze bei Temperaturen zwischen -2/+2 Grad auf etwa 300 Meter hin ab. Im Anschluss stellt sich winterliches Wetter ein. Das europäische Wettermodell zeigt diese Entwicklung nicht. Hier "rutscht" das Tief nicht durch und bleibt quasi stationär zwischen England und Skandinavien liegen und sorgt somit für verbreitet nasskalte Weihnachtsfeiertage mit Temperaturen zwischen +2/+5 Grad und zeitweiligen Regenfällen. Allein die Simulation des amerikanischen Wettermodells zeigt jedoch erneut, wie unsicher die Wetterlage ist - noch ist nichts entschieden. Auch die Kontrollläufe sind wieder kälter geworden: am 24 sind es noch 15, am 25. Dezember 14 und am 26. Dezember 11 von 24 Läufen milde Wettervarianten. Aufgrund dieser spannenden Wetterentwicklung werden wir heute Nachmittag gegen 14:00 Uhr und heute Abend gegen 21:00 Uhr Updates dieser Wetterprognose herausbringen.
Update 1
Weiterhin zeigt das amerikanische Wettermodel eine Grenzwetterlage an Weihnachten, was die Wahrscheinlichkeit auf weiße Weihnachten im Nordosten erhöht. Allerdings ist die Konsistenz des Laufes von heute Morgen nicht mehr gegeben, was eine Milderung in ganz Deutschland in der Nacht auf den 25. Dezember zur Folge hat. Kontrollläufe bestätigen nasskalten Wettertrend über die Weihnachtsfeiertage.
Update 2
Auch heute Abend nicht Neues, es bleibt in der wesentlich milden Variante, nordöstlich einer Linie Bremen - Dresden kann es noch weiße Weihnachten bei Dauerfrost geben, sonst werden Temperaturen von +3 bis +12 Grad simuliert

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