Das sibirische Hochdrucksystem ist immer wieder für Überraschungen gut. Mal wird es von den Wettermodellen komplett aus dem für Deutschland beeinflussenden Wetter herausgerechnet, mal ist es wieder der maßgebende Faktor. So lange die Positionen von Hochdruck und Tiefdruck nicht klar sind, ist auch die Frage ob grüne oder weiße Weihnachten nicht zu beantworten. Der Wettertrend der letzten Tage zeigte in den Hauptläufen eine klare - milde - Simulation über die Weihnachtsfeiertage. Daran hat sich heute auch kaum etwas verändert, wenn auch die Parameter gegenüber den vorherigen Hauptläufen geändert wurden. Was bedeutet das für das Wetter an Weihnachten? In Summe hat das zur Folge, dass Kaltluftoptionen zwischen dem 24./26. Dezember vermehrt möglich sind. Der Blick auf die Kontrollläufe zeigt zum 24. Dezember zwischenzeitlich 17 von 24 Läufen als milde Varianten an - die Wahrscheinlichkeit steigt auch heute für eine grüne Weihnacht, vor allem in Lagen unterhalb 500 Meter auf etwa 85% an. Im Osten und Süden gibt es in Lagen um 500 Meter immerhin noch eine Wahrscheinlichkeit von 40% für weiße Weihnachten. Nimmt man die Feiertage bis zum 26. Dezember hinzu, so steigt auch wieder die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten im Flachland. Die Kontrollläufe zeigen für den 25. Dezember 9 und am 26. Dezember nur noch 8 milde Varianten von 24 Simulationen. Der Wettertrend geht also wieder in Richtung kälteres Wetter. Dennoch, die gezeigten kalten Varianten simulieren hauptsächlich eine "Nordwestrutsche". Somit liegen die Chancen auf weiße Weihnachten bis 26. Dezember im Nordwesten bei 5-10%, im Westen um 10%, im Süden und Osten zwischen 25-45% und oberhalb 500 Meter zwischen 40-50%. Verschiebt sich die Position der Systeme etwas zueinander, so ändern sich die Parameter - es bleibt auch heute noch vieles an Möglichkeiten offen und somit spannend. Im Laufe des Abends werden wir ein Update herausgeben.
Update
Beide Wettermodelle bleiben in ihren Simulationen inkonsequent - keine Simulation ist annähernd so, wie die Vorherige. Mal sind es winterliche Optionen, mal Grenzwetterlagen, mal einfach nur milde und regnerische Wetterlagen, manchmal unwetterartige Wetterlagen mit Sturmoptionen. Es bleibt auch heute Abend alles offen. Das amerikanische Wettermodell simuliert ein Sturmtief am 24. Dezember mit einer relativ hohen Schneeschauer Wahrscheinlichkeit am heiligen Abend. Das europäische Wettermodell hingegen simuliert das Wetter an Weihnachten regnerisch und mild. Aber was beide Wettermodelle zwischenzeitlich einheitlich simulieren, ist zur Weihnachtszeit das Hoch bei Skandinavien - was wirklich viel Optionen offen lässt. Was zeigen die Kontrollläufe? Am 24. Dezember sind es 17, am 25. Dezember 9 und am 26. Dezember nur noch 7 milde Varianten. Aber einige Simulationen zeigen auch Sturmoptionen - denkbar, bzw. nicht auszuschließen ist zum heutigen Stand eine Grenzwetterlage an Weihnachten, was die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten im Norden erhöhen könnte...

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