Die Großwetterlage verändert sich über die Weihnachtsfeiertage mit Sturm, möglicherweise auch orkanartigen Böen und viel Niederschlag. Die Temperaturen bleiben die meiste Zeit über in dem für die Jahreszeit zu milden Bereich, können aber auf der Rückseite des Tiefdrucksystems entsprechend abkühlen, was die Schneefallgrenze bis auf mittlere Lagen hin absinken lassen könnte - örtlich weiße Weihnachten sind also weiterhin nicht vom Tisch, wenngleich in tieferen Lagen unwahrscheinlich.

Betrachtet man die dazugehörige Großwetterlage, so flacht über Weihnachten das bis dahin dominierende Hochdrucksystem über Deutschland ab, sodass sich die atlantische Frontalzone bis über Skandinavien durchsetzen kann. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen demnach auf den südlichen Gradienten der Frontalzone, so dass eine Randtiefentwicklung am ersten Weihnachtsfeiertag für die Starkwindereignisse verantwortlich sein kann.

Vom 27./30. Dezember verlauft das Wetter weitaus weniger Spektakulär. Das vormalige Sturmtief zieht weiter bis über das westliche Russland und sorgt im Verbund mit einem sich über Mitteleuropa wieder aufwölbenden Hochdrucksystem für eine Kaltluftzufuhr über das östliche Europa, was dort für weitere Schneefälle sorgen kann. Deutschland, Österreich und die Schweiz bleiben aller Voraussicht nach im Einflussbereich des Hochdrucksystems, so dass mit einem ruhigen und auch trockenen Wettercharakter gerechnet werden kann. Allerdings ist sowohl auf dem Atlantik, als auch über Skandinavien eine hohe Wetteraktivität in den Simulationen der Wettermodelle zu beobachten und das Hochdrucksystem wird zunehmend von den Tiefdrucksystemen in die "Zange" genommen, was zum Jahresausklang, bzw. zum Beginn des neuen Jahres einen weiteren Wetterumschwung bringen könnte.

Simuliert werden am 31. Dezember bei einem zu Nebel und Hochnebel neigenden Wettercharakter mit einer schwachen Niederschlagsneigung über dem Norden Tageshöchstwerte zwischen +4/+8 Grad. In der Silvesternacht sind über dem Nordosten weitere Niederschläge möglich. Die Temperaturen können über dem Norden auf +3/+6 Grad und auf Nahe den Gefrierpunkt über Süddeutschland absinken. Windereignisse sind zum heutigen Stand weniger wahrscheinlich.

Es bleibt anzumerken, dass sich die Detailprognose für das Wetter an Silvester in den kommenden Stunden und auch Tagen noch verändern kann. Warum? Es wird viel davon abhängen, wie sich das Sturmtief an Weihnachten verhalten wird - oftmals bringt das "frischen Wind" in die sonst so eingefahrene Wetterlage ein. Wie wahrscheinlich aber ein milder Wettercharakter zwischen den Tagen ist, zeigen die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), welche 27. und 31. Dezember bei 15/35/50 liegen. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend Winter 2016/17.

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