Wetter Pfingsten 2026: Christi Himmelfahrt kühl und nass - Sommer zu Pfingsten
Christi Himmelfahrt nass und kalt - Fällt auch Pfingsten ins Wasser? Gleich zweimal ist in den kommenden Tagen ein markanter Wetterumschwung zu erwarten. Nach einem frühsommerlichen Wochenende kippt das Wetter im Verlauf der kommenden Woche in eine andere Richtung und macht mit einem Temperatursturz nicht nur Regen, sondern auch Nachtfrost möglich - und das kurz vor dem Feiertag und dem damit verbundenen verlängerten Wochenende. Was die Ursache hierfür ist und ob dieses kuriose Wetter bis Pfingsten anhalten wird, analysieren wir heute tiefgehender und bewerten auch die neuesten Trend- und Clusteranalysen.

Deutschland liegt aktuell zwischen den Fronten eines Hochdruckkeils und einem Tiefdrucksystem auf dem Atlantik und da sich Tiefdrucksysteme gegen den und Hochdruckgebiete im Uhrzeigersinn drehen, gelangen mit einer Südwestanströmung frühsommerlich warme Luftmassen nach Deutschland, was die Temperaturen am Wochenende auf +18 bis +24 Grad und örtlich bis +26 Grad kräftig ansteigen lässt. Doch von langer Dauer ist das nicht.
Christi Himmelfahrt: Temperatursturz und Unwetter möglich
Das Tief westlich von Europa agiert als Trigger für einen größeren Wetterkomplex über Skandinavien. Der Verbund der beiden Wettersysteme führt dazu, dass ein Trog bis kurz vor Christi Himmelfahrt nach Süden rauscht. So ziehen am Sonntag von Südwesten Schauer und Gewitter auf, welche lokal unwetterartig ausfallen können. Zum Start in die neue Woche kommt es zu einem Luftmassenaustausch mit viel Regen und teils turbulenten Wetterbedingungen, welche bis Mitte der Woche anhalten. Der Temperatursturz macht sich mit +7 bis +12 Grad bereits am Montag über dem Nordwesten bemerkbar, während über dem Südosten noch bis +20 Grad möglich sein können. Bis Mitte der Woche kühlt es über ganz Deutschland auf +10 bis +15 Grad ab. In den sonnigen Momenten können bis +17 Grad erreicht werden. Klart es in den Nächten auf, sinken die Werte auf +0 bis +6 Grad ab - Nachtfrost ist nicht auszuschließen. Wer es genauer wissen möchte: Wetter Mai 2026.

Christi Himmelfahrt droht ins Wasser zu fallen
Überall sieht man die Plakate auf die bevorstehenden Festaktivitäten rund um Christi Himmelfahrt - oder besser gesagt den Vatertag am 14. Mai. Und uns erreichen im Moment sehr viele Anfragen per Email von Veranstaltern und auch von unseren Lesern, die über das Wochenende Aktivitäten im Freien planen oder geplant haben. Denn wenn das Wetter nicht mitspielt, fallen viele dieser geplanten Aktivitäten wohl regelrecht ins Wasser.
Die obenstehenden Wetterkarten zeigen die Großwetterlage an Christi Himmelfahrt - für die Natur und Vegetation ist das eine hervorragende Wetterlage, welche bei kühlen Temperaturen nochmals Niederschlag nach Deutschland führt. Für alle, die Aktivitäten oder einen Kurzurlaub geplant haben, ist die Konstellation aus einem Blockadehoch auf dem Atlantik und einem Kaltlufttrog über Mitteleuropa alles andere als erfreulich.
Darum rechnen die Wetter-Modelle mit Dauerregen
Die Temperaturen erreichen an Christi Himmelfahrt - je nach Niederschlagsaktivität - zwischen +10 und +15 Grad und mit Sonnenschein bis +17 Grad. Im Zeitraum um das verlängerte Wochenende aber zieht der Trog weiter nach Osten und führt nicht nur noch kältere Luftmassen nach Deutschland, sondern auch kräftige Niederschlagsfelder.
So werden von den Vorhersage-Modellen bis einschließlich Sonntag, dem 17. Mai, Regensummen von 20 bis 40 l/m² und über dem Süden örtlich bis 100 l/m² und mehr simuliert. Weniger Niederschlag wird mit 5 bis 15 l/m² über dem Nordosten berechnet. Die Temperaturen liegen in einem Spektrum von +12 bis +16 Grad. Mit Sonnenschein können bis +20 Grad möglich sein, während bei Dauerregen die Werte mit +7 Grad herbstlich frisch anmuten werden.
Kommt es wirklich so heftig?
Wetter ist neutral zu bewerten und ob nass und kalt oder warm und trocken, ist stets eine subjektive Betrachtungsweise. Im Hinblick auf die anstehenden Aktivitäten rund um das verlängerte Wochenende aber lassen wir uns zu einer subjektiven Überschrift hinreißen. Ja, Christi Himmelfahrt berechnen alle Vorhersage-Modelle vergleichsweise kühl und wechselhaft. Unterschiede gibt es jedoch im weiteren Verlauf, was auch wegweisend für das Pfingstwetter werden kann.
Die Wetterprognose des europäischen Wettermodells verlagert das Blockadehoch weit nach Westen, was ein Tiefdruckcluster zwischen Island und England entstehen lässt. Das ist eine Variante, welche die Unsicherheiten gut abbildet und auf welche wir in den vergangenen Tagen immer wieder hingewiesen haben. Sollte sich das Tief westlich von Europa positionieren, so kann das Wetter rasch in Richtung Frühsommer kippen. Abwarten ist angesagt.

Pfingsten rückt in den Fokus
Die obenstehenden Wetterkarten bestätigen eine hohe Wellenbewegung entlang der Polarfront, was einen meridionalen Verlauf der Grundströmung zur Folge hat (Nord-Süd; Süd-Nord). Entscheidend für das Pfingstwetter wird sein, wie sich die Wettersysteme zueinander positionieren und da gibt es heute ein paar interessante Ansätze zu beobachten.
Der Sommer zu Pfingsten
Allen voran der Wettertrend des europäischen Wettermodells, welches auf den obenstehenden Wetterkarten bereits die Westwärtsverlagerung des Tiefdrucksystems simuliert. Das wiederum ermöglicht dem Azorenhoch, einen Keil über Europa nach Norden aufstreben zu lassen. Bis Pfingsten etabliert sich das Hoch im Bereich zwischen Deutschland und Skandinavien und füllt sich von oben herab mit warmen Luftmassen auf.
Die Niederschlagsaktivität klingt vollständig ab und mit viel Sonnenschein können die Temperaturen über die Pfingstfeiertage mit +22 bis +26 Grad und örtlich bis +28 Grad in den sommerlichen Bereich ansteigen. Sommerwetter lässt sich zu Pfingsten nicht ausschließen.
Störimpulse zu den Pfingstfeiertagen
Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells simuliert bis Pfingsten eine ähnliche Wetterentwicklung, bei der ein Hochdrucksystem über Mitteleuropa nach Skandinavien aufstrebt, doch wandelt sich der vormalige Trog in einen Kaltlufttropfen um und etabliert einen Störimpuls im Bereich zwischen Deutschland, Österreich, der Schweiz und Osteuropa. Dieser Störimpuls verhält sich quasistationär und kann über Pfingsten an Ort und Stelle abregnen. Ob das über Deutschland der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Die Temperaturen sind mit +10 bis +16 Grad und mit Sonnenschein bis +20 Grad gemäßigt.

Was die Clusteranalyse über das Pfingstwetter verrät
Ist die Wetterprognose unsicher schaut man sich die Clusteranalyse an, denn diese kann Klarheit bringen ob sich eine gestörte Wetterlage mit einem Blockadehoch über Europa, den nördlichen Breiten, oder dem Atlantik wird ausbilden können oder ob die Westwetterlage mit Wind und Regen durchbrechen kann.
Die aktuelle Clusteranalyse berechnet für Pfingsten 9 unterschiedliche Varianten. Ganze 67 Prozent entfallen auf ein Blockadehoch über Europa oder Nordeuropa. Der Rest von 33 Prozent berechnet ein Blockadehoch über Grönland. Mit anderen Worten formuliert hat eine sommerliche Wetterentwicklung zum Pfingstfest eine Wahrscheinlichkeit von 67 Prozent. Ein Blocking über Grönland wäre im Hinblick auf sommerlich warme Pfingstfeiertage eher kontraproduktiv. Eine Westwetterlage wird - wie am 3. Mai noch berechnet - erwartungsgemäß nicht mehr favorisiert.
Unsere Pfingst-Prognose bekommt jetzt Rückenwind
Unsere Pfingst-Prognose vom 3. Mai beruhte nicht auf Modellberechnungen, sondern auf Erfahrungen, welches Wetter auf eine bestimmte Wetterlage folgt. Die Prognose vom 3. Mai für den Zeitraum bis 20. Mai:
Dominierend bleibt das gestörte Zirkulationsmuster, welches mit einem Hochdruckrücken über Mitteleuropa entweder deutlich zu warmes und trockenes Wetter oder mit einem Trog vergleichsweise kühles und nasses Wetter bringen kann. Nach unserer Einschätzung wird sich das Blockadehoch über dem Atlantik und Grönland bis zum 20. Mai erhalten können.
Daran hat sich heute nichts geändert und die Vorhersage-Modelle stützen die These. Und auch die Clusteranalyse hat im Vergleich zum 3. Mai (Westwetterlage) heute eine Kehrtwende um 180 Grad vollzogen. Wir können heute die These auf Pfingsten erweitern, was ein Blockadehoch über Mitteleuropa wahrscheinlich macht und so dem Sommer eine Chance bietet. Das bleibt also spannend.
Wir haben zum besseren Verständnis die unterschiedlichen Varianten der Clusteranalyse und unserer These aus ausgesuchten Kontrollläufen nachfolgend einmal gegenübergestellt.

Die Wettervorhersage auf den Punkt gebracht: Vor Pfingsten regnerisch - dann doch Sommerwetter?
Das Resümee vom 3. Mai kann so stehen bleiben. Christi Himmelfahrt hat eine hohe Wahrscheinlichkeit ins Wasser zu fallen. Nachfolgend besteht die Möglichkeit, dass sich mit einem meridional verlaufenden Strömungsmuster ein Blockadehoch bis Pfingsten über Mittel- oder Nordeuropa aufbauen kann.
Dieses Wetter gilt derzeit als wahrscheinlichstes Szenario
Die Kontrollläufe stützen den Temperatursturz zwischen dem 12. und 15. Mai. Der Temperaturmittelwert liegt am Feiertag zwischen +13 und +15 Grad und steigt darüber hinaus kontinuierlich an, was an Pfingsten Temperaturen von +16 bis +18 Grad in Aussicht stellt (Mittelwert!). Das ist noch ein ganzes Stück vom Sommer entfernt und vergleicht man diese Temperaturen mit dem vieljährigen Mittelwert, so liegt die Temperaturanomalie an Pfingsten zwischen +1 und +2 Grad.
Bis Pfingsten bleibt Regen ein großes Thema
Die Regenprognose der Kontrollläufe berechnet im Zeitraum vom 11. Mai bis Pfingsten eine über dem Norden leicht bis mäßig und über dem Süden eine mäßig erhöhte Niederschlagsentwicklung. Sollte ein Blockadehoch tatsächlich kommen, dann wird das nach der Niederschlagsprognose der Kontrollläufe erst kurz vor oder über Pfingsten in Betracht gezogen. Schaun mer mal.

Wetterdaten September 2026
Top-10 Extremwerte September 2026
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Wert Datum Station Bundesland 34,5 08.09.2026 Ohlsbach Baden-Württemberg 34,4 08.09.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 34,2 08.09.2026 Lahr Baden-Württemberg 34,0 08.09.2026 Emmendingen-Mundingen Baden-Württemberg 34,0 08.09.2026 Rheinau-Memprechtshofen Baden-Württemberg 33,7 07.09.2026 Ohlsbach Baden-Württemberg 33,7 08.09.2026 Metzingen Baden-Württemberg 33,7 08.09.2026 Notzingen Baden-Württemberg 33,5 08.09.2026 Müllheim Baden-Württemberg 11,6 14.09.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland -4,6 11.09.2026 Zugspitze Bayern 2,4 11.09.2026 Wernigerode-Schierke Sachsen-Anhalt 2,4 12.09.2026 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg 2,6 11.09.2026 Harzgerode Sachsen-Anhalt 2,6 11.09.2026 Oberharz am Brocken-Stiege Sachsen-Anhalt 3,0 11.09.2026 Gilserberg-Moischeid Hessen 3,1 11.09.2026 Pfullendorf Baden-Württemberg 3,2 11.09.2026 Königshofen, Bad Bayern 3,2 12.09.2026 Oberstdorf Bayern 3,3 11.09.2026 Fulda-Horas Hessen -
Wert Datum Station Bundesland 57,0 04.09.2026 Drochtersen Niedersachsen 56,5 04.09.2026 Steinau, Kr. Cuxhaven Niedersachsen 52,8 04.09.2026 Quickborn Schleswig-Holstein 50,6 04.09.2026 Cadenberge Niedersachsen 49,3 04.09.2026 Bargteheide Schleswig-Holstein 49,1 04.09.2026 Teterow Mecklenburg-Vorpommern 47,0 04.09.2026 Wittmund-Carolinensiel Niedersachsen 46,5 04.09.2026 Freiburg - Elbe Niedersachsen 44,6 04.09.2026 Baumgarten Mecklenburg-Vorpommern 44,4 04.09.2026 Lamstedt Niedersachsen -
Wert Station Bundesland 109,3 Wangerland-Minsen Niedersachsen 102,7 Cadenberge Niedersachsen 101,2 Steinau, Kr. Cuxhaven Niedersachsen 99,3 Wesselburen Schleswig-Holstein 98,4 Lamstedt Niedersachsen 96,1 Drochtersen Niedersachsen 95,4 Helgoland Schleswig-Holstein 95,4 Groß Wittensee Schleswig-Holstein 93,9 Sankt Peter-Ording Schleswig-Holstein 93,8 Wittmund-Carolinensiel Niedersachsen -
Wert Station Bundesland 0,0 Baumholder (Kläranlage) Rheinland-Pfalz 0,0 Betzweiler-Wälde Baden-Württemberg 0,0 Calw-Hirsau Baden-Württemberg 0,0 Donaueschingen-Wolterdingen Baden-Württemberg 0,0 Königsfeld - Schwarzwald Baden-Württemberg 0,0 Nesselwang Bayern 0,0 Oppenau Oberes Renchtal Baden-Württemberg 0,0 Perl-Nennig Saarland 0,0 Vogt Baden-Württemberg 0,0 Werra-Suhl-Tal-Wünschensuhl Thüringen -
Wert Datum Station Bundesland 127,4 04.09.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 117,4 08.09.2026 Feldberg - Schwarzwald Baden-Württemberg 105,8 08.09.2026 Kandern-Gupf Baden-Württemberg 104,8 04.09.2026 Strucklahnungshörn Schleswig-Holstein 100,8 05.09.2026 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 99,0 04.09.2026 Wiesenburg Brandenburg 97,9 08.09.2026 Stötten Baden-Württemberg 95,0 05.09.2026 Greifswalder Oie Mecklenburg-Vorpommern 94,3 04.09.2026 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen 94,3 05.09.2026 Fehmarn Schleswig-Holstein -
Wert Station Bundesland 133,5 Buchenbach Baden-Württemberg 129,9 Weilheim-Bierbronnen Baden-Württemberg 129,0 Müllheim Baden-Württemberg 129,0 Emmendingen-Mundingen Baden-Württemberg 128,6 Kandern-Gupf Baden-Württemberg 128,6 Rheinfelden Baden-Württemberg 128,4 Dogern Baden-Württemberg 126,7 Rottweil Baden-Württemberg 126,7 Lahr Baden-Württemberg 125,9 Gailingen Baden-Württemberg -
Wert Station Bundesland 43,5 Braunlage Niedersachsen 45,1 Glücksburg-Meierwik Schleswig-Holstein 45,2 Flensburg (Schäferhaus) Schleswig-Holstein 45,2 Hohn Schleswig-Holstein 46,8 Seesen Niedersachsen 46,8 Wernigerode-Schierke Sachsen-Anhalt 47,3 Erfde Schleswig-Holstein 48,0 Brocken Sachsen-Anhalt 48,1 Leck Schleswig-Holstein 48,3 Schleswig-Jagel Schleswig-Holstein
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im September 2026 beträgt 16,8 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 3,6 °C (91/20 3,0 °C). Am 08.09.2026 konnte mit 34,5 °C über Ohlsbach (Baden-Württemberg) die höchste und am 11.09.2026 mit -4,6 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 18,3 °C Saarland. Frischer ist der September 2026 mit einem Durchschnittswert von 15,9 °C bisweilen über Sachsen.
Im September 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 22,9 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 37 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 4 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 83,3 Stunden ihren Sollwert von 151,0 Stunden zu 55 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 133,5 Stunden über der Buchenbach (Baden-Württemberg). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 43,5 Stunden über der Braunlage (Niedersachsen).









