Was vom Wetter an Pfingsten 2022 zu erwarten ist

Wie wird das Wetter an Pfingsten 2022?

Pfingsten liegt nicht immer im gleichen Zeitraum und erstreckt sich von den Eisheiligen im Mai bis zur Schafskälte im Juni. Entsprechend spannende - und manchmal auch überraschende - Wetterlagen können entstehen. Wie sieht sie aus, die Wetterprognose Pfingsten 2022 - was ist zu erwarten und welches Wetter dominiert den Zeitraum der Feiertage?

Fünfzig Tage nach Ostern findet das Pfingstfest statt. Das liegt der Definition nach in einem Zeitraum vom 10. Mai und dem 13. Juni. Damit sind auch gleich zwei kritische Termine ausgemacht. Einmal der Zeitraum vom 8. bis 18. Mai, bei der nicht selten die Eisheiligen (Mythos Eisheilige) nochmals für eine empfindliche Abkühlung sorgen können und zum anderen der Zeitraum um den 11. Juni mit der Wettersingularität der sog. Schafskälte (Mythos Schafskälte). Zwar ist im Juni kein Frost mehr zu erwarten, doch ein Wetterumschwung von sommerlichen Temperaturen zu gemäßigten Werten gehen im Juni nicht selten mit Unwettern einher.

Wie stark die Temperaturen variieren können, zeigt sich mit einem Spektrum von +12,6 Grad am Pfingstsonntag im Mai 2015 und mit Werten von +34 Grad an den Pfingstfeiertagen im Juni 2014. Eine theoretische Temperaturspanne von +22 Grad.

Wann ist Pfingsten 2022?

Der Pfingstsonntag ist am 5. Juni und der Pfingstmontag am 6. Juni. Das Pfingstwetter hat in diesem Jahr - aus statistischer Sicht - gute Voraussetzungen für sommerliche Temperaturen (> +25 Grad). Warum? Oftmals zeigt sich im Zeitraum zwischen den Eisheiligen und der Schafskälte eine leicht unbeständige, aber hochdruckdominierte Großwetterlage, welche die Temperaturen häufiger in den sommerlich warmen Bereich ansteigen lassen können. Ob trocken oder nicht hängt davon ab, was der Polarwirbel im Mai noch anstellen wird. Anders formuliert: kommt die Zonalisierung noch einmal in die Gänge oder wird der Juni von einem gestörten Zirkulationsmuster, bzw. einer meridional verlaufenden Großwetterlage dominiert?

Die statistische Betrachtung über Deutschland

Dass sich die Pfingstferien für einen Urlaub in Deutschland eignen, zeigen die durchschnittlichen Juni-Temperaturen der letzten 30 Jahre, denn diese waren im Schnitt gegenüber dem langjährigen Mittelwert um +1,0 Grad zu warm. Zudem hatte der Juni in den letzten 20 Jahren im Vergleich zu 1961 und 1990 eine Wahrscheinlichkeit von 75 Prozent, um zu warm auszufallen. Gerade einmal in 20 Prozent der Fälle war der Juni normal und in nur 5 Prozent der Fälle zu kalt. Der Tagesmittelwert beträgt im Juni +23,4 Grad und mit den Nachtwerten zusammen ist eine durchschnittliche Temperatur von +16,36 Grad zu erwarten. Mehr Informationen zum Wetter Juni.

Was an Pfingsten zu erwarten ist

Betrachtet man die letzten 20 Jahre für den Zeitraum vom 5. bis 6. Juni, so lag der tiefste Durchschnittswert bei +10,1 Grad und der höchste bei +22,8 Grad. Der durchschnittliche Tageswert (ohne Nachtwerte) liegt bei +21,64 Grad. Betrachtet man die Niederschlagstätigkeit, so gab es in 45 Prozent der Fälle nennenswerten Niederschlag und zu 55 Prozent blieb es weitgehend trocken. Grundsätzlich neigte das Wetter in den letzten 20 Jahren am 5. und 6. Juni generell zu einer erhöhten Schauer- und Gewitterneigung.

In der Sonnenscheinbilanz gab es in 35 Prozent einen sonnigen und in 65 Prozent der Fälle einen bewölkten Tag.

Statistische Betrachtung vom 5. und 6. Juni der letzten 20 Jahre
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Tagesmittelwert
5. und 6. Juni -0,5 bis +35,0 Grad +21,64 Grad

Das Wetter hält sich nicht an die Statistik

So schön die Zahlen der Statistik auch sind, sie decken lediglich nur das ab, was mit einer höheren Wahrscheinlichkeit vom Wetter Pfingsten 2022 zu erwarten ist. Ob das tatsächlich so eintritt, wird sich zeigen müssen. Wer sich für weitere Daten und Fakten interessiert: Wetter Pfingsten.

Die Westwetterlage oder das Skandinavienhoch?

Spannend wird auch sein, welche Großwetterlage sich im Mai wird einstellen können. Bleibt die Dominanz einer meridionalen bis gestörten Großwetterlage erhalten, oder kippt das Muster im Mai doch noch in eine zonal geprägte Westwetterlage über? Aktuell befindet sich der Polarwirbel in keinen guten Zustand mehr, was bis Mitte Mai das Zirkulationsmuster nachhaltig stören kann. Abwarten.

Wetterprognose des Langfristmodells

Die Langfristprognose berechnet einen gegenüber dem vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 einen um +1,0 bis +3,0 Grad zu warmen Mai (91/20: -0,1 bis +1,9 Grad) und einen zu warmen Juni (91/20: +0,0 bis +2,0 Grad).

In der Niederschlagsprognose sollen beide Monate im Vergleich zum vieljährigen Sollwert tendenziell zu trocken ausfallen. Das deutet nicht gerade auf eine Zonalisierung hin.

Der Blick auf Europa

Schaut man sich die Wetterprognose für Europa an, so zeigt sich im Mai ein Niederschlagstrend, der über dem Süden zu trocken und über Nordeuropa normal ausfallen kann. Der Juni wird über Nord- und Südeuropa zu trocken simuliert. Betrachtet man die Temperaturdifferenzen, so wird über ganz Europa - sowohl im Mai, als auch im Juni - tendenziell eine positive Temperaturabweichung berechnet. Im Rückschluss lässt sich daraus eine dominierende Hochdruckzone ableiten.

Auf den Punkt gebracht: leicht wechselhaftes Pfingstwetter

Für den Moment zeichnet sich ein zu warmes Wetter an Pfingsten ab. Der Niederschlagstrend gilt nach der 20-jährigen Statistik als durchwachsen, wird aber nach der Langfristprognose tendenziell zu trocken berechnet.

Soweit ein erster Blick auf das Wetter an Pfingsten. Ob das alles so kommt, erläutern wir ab Anfang ab Mitte Mai in regelmäßigen Wetterprognosen an dieser Stelle.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +6,9 +2,3 +1,0 254,7 l/m² - zu trocken
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