Wetter Pfingsten 2020: Zwischen den Eisheiligen und der Schafskälte

Pfingsten 2020 liegt zwischen den Eisheiligen und der Schafskälte
Pfingsten 2020 liegt zwischen den Eisheiligen und der Schafskälte

Pfingsten 2020 liegt mit dem 31. Mai und dem 1. Juni relativ spät und viele werden die Pfingstferien für einen vorgezogenen Sommerurlaub nutzen. Spielt das Wetter mit?

Pfingsten findet in einem Zeitraum vom 10. Mai und dem 13. Juni statt. Genauer gesagt fünfzig Tage nach Ostern. Damit sind auch gleich zwei kritische Termine ausgemacht. Einmal der Zeitraum vom 10. bis 20. Mai, bei der nicht selten die Eisheiligen nochmals für eine empfindliche Abkühlung sorgen können und zum anderen der Zeitraum um den 11. Juni mit der Wettersingularität der sog. Schafskälte. Zwar ist im Juni kein Frost mehr zu erwarten, doch ein Wetterumschwung von sommerlich warmen Temperaturen zu gemäßigten Werten gehen im Juni nicht selten mit Unwettern einher.

Wie stark die Temperaturen variieren können, zeigt sich mit Temperaturen +12,6 Grad am Pfingstsonntag im Mai 2015 und mit Werten von +34 Grad an den Pfingstfeiertagen im Juni aus dem Jahre 2014.

Wann ist Pfingsten 2020 und wie wird das Wetter?

Der Pfingstsonntag ist am 31. Mai und der Pfingstmontag am 1. Juni. Das Pfingstwetter hat in diesem Jahr - aus statistischer Sicht - gute Voraussetzungen sommerlich warm auszufallen. Warum? Oftmals zeigt sich im Zeitraum zwischen den Eisheiligen und der Schafskälte eine hochdruckdominierte Großwetterlage, welche die Temperaturen häufiger in den frühsommerlich und nicht selten in den sommerlich warmen Bereich ansteigen lassen können. Ob trocken oder nicht hängt aber noch davon ab, ob das meridionale Strömungsmuster sich bis Ende Mai noch behaupten kann. Sollte sich das gestörte Zirkulationsmuster noch bis Pfingsten durchsetzen können, so wäre mit einem trockenen Wettercharakter zu rechnen

Für die Jahreszeit zu warmes Wetter

Da sich die Pfingstferien für einen Urlaub in Deutschland eignen, zeigen die durchschnittlichen Juni-Temperaturen der letzten 20 Jahre, denn diese waren im Schnitt gegenüber dem langjährigen Mittelwert um +1,3 Grad zu warm. Zudem hat der Juni eine Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent zu warm auszufallen. Gerade einmal in 20 Prozent der Fälle war der Juni normal und in 10 Prozent zu kalt. Mehr Informationen zum Wetter Mai und Juni 2020.

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Wetterprognose des Langfristmodells

Gewertet werden in Pfingsten 2020 sowohl der Mai, als auch der Juni. Beide Monate sollen gegenüber dem langjährigen Mittelwert um +0,5 bis +1,5 Grad und im Trend bis zu +2 Grad zu warm ausfallen können. Die Niederschlagsprognose ist überwiegend normal und im Trend etwas zu trocken zu bewerten.

Der Blick auf Europa

Auffällig ist in der Niederschlagsprognose vom Mai der skandinavische Raum, der deutlich zu trocken bewertet wird. Etwas zu nass werden die Regionen rund um die Mittelmeerregion simuliert. Entsprechend deutlich ist der Temperaturüberschuss von +2 bis +4 Grad über Skandinavien, während über der Mittelmeerregion sich ein Jahreszeit-typischer Temperaturcharakter zeigt.

Im Juni verlagert sich das Hochdruckgeschehen über Mitteleuropa, was die Temperaturen über Skandinavien normalisieren und die Niederschlagsneigung etwas zunehmen lässt (normal), während es über Mitteleuropa zu trocken ist. Erst südlich der Linie von Frankreich, der Schweiz, Österreich und Ungarn nimmt die Niederschlagsneigung wieder zu.

Zusammenfassung

  • Pfingsten 2020 ist mit dem 31. Mai und dem 1. Juni relativ spät
  • Pfingsten liegt zwischen den Eisheiligen und der Schafskälte
  • Daraus ergibt sich eine höhere Wahrscheinlichkeit für (früh)sommerliche Hochdruckwetterlagen
  • Der Mai war in den letzten 20 Jahre um +1,2 Grad zu warm
  • Der Juni war in den letzten 20 Jahre um +1,3 Grad zu warm
  • Der Klimawandel spricht für ein zu warmes Wetter an Pfingsten
  • Das Langfristmodell stützt in seiner aktuellen Wetterprognose eine zu warme und zu trockene Wetterentwicklung

Ob das alles zu Pfingsten so kommt, erläutern wir ab dem 10. Mai in regelmäßigen Aktualisierungen an dieser Stelle.

Auf den nachfolgenden Seiten können Sie nachlesen, wie sich das Wetter im Mai und Juni, sowie im Sommer 2020 entwickeln kann.

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +9,83 +0,85 -0,25 743 l/m² - normal

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