Wetter Pfingsten 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Pfingsten 2019 aktuelle Wetterprognose vom 22.05.2019 - Kommt der Sommer zu Pfingsten?

Setzt sich zu Pfingsten der Sommer durch?
Setzt sich zu Pfingsten der Sommer durch?

Wie wird das Wetter an Pfingsten, bzw. zu den Pfingstferien? Und wie ist es um den Sommer bestellt - kann dieser im Juni Fuß fassen, oder setzt sich der kühle Wettercharakter aus dem Mai auch im Juni fort?

Das Wetter im Mai war bisweilen in einigen Regionen von Deutschland deutlich zu nass und über weite Strecken zu kalt. Das verändert sich in den kommenden Tagen und am Donnerstag ist mit vermehrten Sonnenschein ein frühsommerlich warmer Tag zu erwarten, doch von einem nachhaltigen und stabilen Sommerwetter ist die Großwetterlage noch weit entfernt. Bereits zum Wochenende nimmt der Tiefdruckeinfluss wieder zu und die Schauer- und Gewitteraktivität steigt an. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Mai 2019.

Unbeständig auch in den Juni?

Diese Frage ist noch mit so einigen Fragezeichen zu versehen. Entscheidend wird sein, ob sich in den kommenden Tagen eine zonalisierende oder meridionalisierende Großwetterlage einstellen wird. Bei einer zonalen Wetterentwicklung wäre mit einem unbeständigen und mäßig warmen Juni-Wetter zu rechnen, während ein meridional verlaufendes Strömungsmuster zumindest die Optionen für einen sommerlichen Wettercharakter offen hält.

Ein stark meridional verlaufendes Strömungsmuster Anfang Juni - ob kalt oder warm hängt stark von der Positionierung ab
Berechnung Großwetterlage nach Kontrolllauf: Ein stark meridional verlaufendes Strömungsmuster Anfang Juni - ob kalt oder warm hängt stark von der Positionierung ab © www.meteociel.fr

Wetter an Pfingsten 2019: Sommerlich warm?

Nach den Regentagen mehren sich bei uns die Anfragen, wie es denn um den Sommer bestellt ist. Bleibt dieser zum Start in den Juni durchwachsen und kühl, oder startet er - pünktlich zu den Pfingst-Ferien richtig durch? Diese Frage lässt sich zum derzeitigen Stand nicht so ohne weiteres und zufriedenstellend beantworten, aber es gibt Ansätze, welche in eine Richtung gehen und Interpretationen erlauben.

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Zonalisierung

Eine Möglichkeit ist und bleibt die Zonalisierung Anfang Juni. Sollte diese sich durchsetzen, so ist in einem Zeitraum von 7 bis 14 Tagen mit vermehrter Tiefdruckaktivität zu rechnen. Zudem kommt der Wind aus westlichen Richtungen und kann phasenweise stark böig auffrischen.

Und so könnten sich bei einem unbeständigen Wettercharakter die Tageswerte auf +13 bis +18 Grad und örtlich bis +20 Grad einpendeln. Sozusagen die vorgezogene Schafskälte, welche eine Wettersingularität darstellt und häufig um den 11. Juni Einzug hält. Zur Erinnerung: Pfingstsonntag ist am 9. und Pfingstmontag am 10. Juni. Ein kühles und durchwachsenes Pfingstfest hat aus statistischer Sicht eine höhere Wahrscheinlichkeit - nur das Wetter hält sich nicht an Statistik - schön wäre es ja!

Zonalisierung in der ersten Juni-Dekade: Bis Pfingsten hätte das einen unbeständigen und windigen Wettercharakter zur Folge
Berechnung Großwetterlage nach Kontrolllauf: Zonalisierung in der ersten Juni-Dekade: Bis Pfingsten hätte das einen unbeständigen und windigen Wettercharakter zur Folge © www.meteociel.fr

Die gestörte Zirkulation

Wer hier regelmäßig zu Gast ist, der weiß zwischenzeitlich, dass die gestörte Zirkulation alle Grundströmungen beinhaltet, welche eine normale - von West nach Ost verlaufende - Zirkulation unterbindet. Das können - wie im April - Hochdrucksysteme über Skandinavien, oder wie im Mai Hochdruckblockaden auf dem Atlantik sein. Mal resultiert daraus eine Ostwetterlage und mal ein meridional verlaufendes Strömungsmuster (Nord-Süd, Süd-Nord).

Sommerlich warm? Auf die Position kommt es an!

Keilt das Hoch Anfang Juni auf dem Atlantik steil nach Norden auf, so ist unweigerlich der Impuls für ein meridional verlaufendes Strömungsmuster gesetzt und wird weiterhin das Wetter im Juni mitbestimmen können. Ob es aber nun ähnlich kühl wie im Mai werden wird, oder ob sich der Sommer mit einem stabilen Hochdrucksystem durchsetzen kann, hängt stark davon ab, wie sich die Wettersysteme zueinander positionieren werden.

Die kalte Variante

Liegt das Hoch zu weit östlich - bspw. zwischen Island und Portugal - tropfen die Tiefdruckgebiete über Mitteleuropa ab und sorgen bis Pfingsten für eine kühle und unbeständige Wetterentwicklung.

Trog Mitteleuropa: Kühles Pfingstwetter
Berechnung Großwetterlage nach Kontrolllauf: Trog Mitteleuropa: Kühles Pfingstwetter © www.meteociel.fr

Sommerwetter

Keilt das Hoch stattdessen weit auf dem Atlantik nach Norden auf, so geht der Trog über dem westlichen Europa nieder und Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen auf die warme Vorderseitenanströmung. Gleichzeitig ergibt sich der Spielraum für die autarke Ausbildung eines Hochdrucksystems über Mitteleuropa oder Skandinavien, was die Chancen auf eine stabile Großwetterlage zu Pfingsten ansteigen lassen kann.

Warmes Wetter zu Pfingsten: Die gestörte Zirkulation in Formvollendung
Berechnung Großwetterlage nach Kontrolllauf: Warmes Wetter zu Pfingsten: Die gestörte Zirkulation in Formvollendung © www.meteociel.fr

Welche Wetterentwicklung ist zu Pfingsten wahrscheinlicher und wann kommt der Sommer?

Wie bereits oben erwähnt, ist die Frage nicht so einfach zu beantworten. Aber der Reihe nach. Zunächst einmal der Grundsatz einer Erhaltungsneigung und dem Ausgleichsverhalten. Ist das Wetter über einen längeren Zeitraum von einer Großwetterlage dominiert, so folgt ein Ausgleichsverhalten nach. Bspw. wird aus einem zu trockenem Wetter ein zu nasses und umgekehrt. Das hat mit den Temperaturen aber noch nichts gemeinsam. Vielmehr hat das etwas mit der generellen Wiederholungsneigung von Großwetterlagen etwas zu tun. Ist zudem ein Wettersystem gut eingespielt, so erhält es sich gerne, wie das bspw. 2018 der Fall war.

In der jüngeren Zeit aber war der Januar zu nass, der Februar zu trocken, der März zu nass, der April zu trocken und der Mai zu nass. In der These ist der Rückschluss auf einen trockenen und hochdruckdominierten Juni 2019 gar nicht so verkehrt.

Gestörte Großwetterlage wahrscheinlicher

Schaut man sich die Wetterprognosen der Wettermodelle der letzten Tage und den Mittelwert der Kontrollläufe an, so zeigt sich Anfang Juni die Ausprägung eines meridionalen, bzw. gestörtem Strömungsmusters, was dessen Eintreffwahrscheinlichkeit grundsätzlich erhöht. Interessant ist der Mittelwert der Kontrollläufe bis zum 6. Juni zu bewerten. Das Hoch auf dem Atlantik befindet sich weit nördlich und drückt dadurch die Tiefdrucksysteme weiter nach Norden. Zudem fehlt dem Hoch die Stütze, was ein Aufkeilen nach Norden wahrscheinlicher macht.

Eine gestörte Zirkulation ist nach dem Mittelwert der Kontrollläufe eine wahrscheinliche Option
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Eine gestörte Zirkulation ist nach dem Mittelwert der Kontrollläufe eine wahrscheinliche Option © www.meteociel.fr

Neutral bis negativer NAO- und AO-Index

Beide Werte zeigen in den kommenden Tagen eine neutrale Entwicklung, was einer beginnenden Zonalisierung zugeschrieben werden kann. Doch bis in den Juni hinein ist der Entwicklungstrend erneut negativ. Anders formuliert ist hoher Luftdruck über Island und tiefer über den Azoren wahrscheinlicher und damit ein gestörtes Zirkulationsmuster, was das Wetter bis Pfingsten mit beeinflussen kann.

Die Wetterentwicklung am Scheideweg

In der Betrachtung der Druckanomalien beherrschte in den letzten Tagen ein imposantes Hochdrucksystem das Wettergeschehen über der Polarregion. Zum Höhepunkt wurde ein Kerndruck von bis zu 1038 hPa erreicht und das Hoch erstreckte sich von Kanada bis weit nach Sibirien. Gleichzeitig sorgte es mit einem Hochdruckkeil bis zu den Azoren hinunter für das über Europa meridionale verlaufende und damit zu kalte Mai-Wetter.

Nun kommt etwas Bewegung ins Spiel. Das Hoch wird in seinem Wirkungskreis eingeschränkt und weiter in Richtung Grönland und Kanada abgedrängt. Gleichzeitig versuchen die atlantischen Tiefdrucksysteme die Hochdruckblockade auf dem Atlantik abzubauen - und darin liegen die Unsicherheiten der kommenden Wetterentwicklung begründet und lassen sich in der nachfolgenden Grafik sehr gut darstellen.

Druckanomalie bis 1. Juni
Druckanomalie bis 1. Juni - Zonal oder meridional - es kommt Bewegung in die Wetterentwicklung © climatereanalyzer.org

Wetterprognose Pfingsten nach den Langfristmodellen

Wir betrachten mit Pfingsten zugleich den Zeitraum der Pfingstferien, welche sich in Deutschland verbreitet im Zeitraum vom 1. bis 21. Juni bewegen (von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt). Aufschluss, wie sich das Wetter im Juni wird entwickeln können, liefern im Ansatz zum Niederschlag und Temperatur die unterschiedlichen Langfristmodelle.

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  • Die Wetterprognose des CFSv2 Langfristmodells berechnet den Juni mit einer Abweichung gegenüber dem vieljährigen Durchschnittswert von +0,5 bis +2 Grad etwas bis deutlich zu warm. Die Niederschlagsprognose fällt durchwachsen und im Trend leicht zu nass aus.
  • Die NASA berechnet den Juni 2019 mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad deutlich zu warm. Die Niederschlagsberechnung fällt ebenfalls durchwachsen aus. Über dem Süden tendenziell etwas zu nass und über dem Norden etwas zu trocken.
  • Das europäische Vorhersage-Modell simuliert in seiner Wetterprognose den Juni mit einer Abweichung von +0,25 bis +1 Grad etwas zu warm. Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem vieljährigen Sollwert als zu trocken zu bewerten.

Auf den Punkt gebracht

Die Wetterentwicklung zu Pfingsten hat noch viele Fragezeichen, doch zeichnet sich ein grundsätzlich wärmer werdender Wettertrend zu den Feiertagen ab. Möchte man die unterschiedlichen Wetterprognose interpretieren, so wäre bis Ende Mai noch mit einer erhöhten Tiefdruckaktivität bei einem Auf und Ab der Temperaturen zu rechnen, welches sich noch bis Anfang Juni behaupten kann.

Anschließend können sich die sommerlich warmen Temperaturen durchsetzen. Das kann mit einer meridionales Grundströmung relativ rasch geschehen, oder sich noch bis Pfingsten hinauszögern. Damit sich die Wettervorhersagen der Langfristmodelle aber bewahrheiten, müsste sich der Sommer in der zweiten Juni-Dekade nachhaltig durchsetzen können.

Die Wetterprognose Pfingsten 2019 wird in den kommenden Tagen zunächst unregelmäßig und Ende Mai täglich aktualisiert.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken


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