Wetter Pfingsten 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Pfingsten 2018 aktuelle Wetterprognose vom 08.05.2018 - Ein nachhaltiger Wetterwechsel wird zunehmend wahrscheinlicher

Die atlantische Frontalzone möchte wieder mehr Einfluss auf das Wetter über Deutschland nehmen und mit kräftigen Schauern und Gewittern gelingt das auch zunächst. Ändert sich nun die Großwetterlage zu Pfingsten 2018 nachhaltig?

Mit Hilfe eines Tiefdrucksystems beginnt schon ab morgen eine turbulente und auch zunehmend unbeständige Wetterentwicklung im Mai 2018, welche auch über das Wochenende hinaus anhalten kann. Je nachdem, wie weit die Tiefdruckausläufer nach Osten vorankommen, so ist auch mit teils unwetterartigen Wetterereignissen zu rechnen. Ist die Front durch, so kann es jeweils am 10. und 13. Mai von Westen her deutlich kühler werden. Davor und auch dazwischen bleiben die Temperaturen auf einem früh sommerlichen bis sommerlichen Niveau. Es kommt also wieder etwas Schwung in die Wetterküche.

Wetterentwicklung bis Pfingsten: Die atlantische Frontalzone will mehr

Beide Wettermodelle berechnen ein regelrechtes Anrennen der atlantischen Frontalzone gegen das Hochdruckbollwerk über Skandinavien. Das Hochdrucksystem schwächt sich in diesem Prozess auch ab, doch ist für eine nachhaltige Umstellung der Großwetterlage die vollständige Auflösung des Hochdrucksystems über Skandinavien notwendig. Die Wettermodelle berechnen in der Zeit vor Pfingsten zwei unterschiedliche Wetterentwicklungen.

Wetterwechsel vor Pfingsten - Eisheilige inklusive?
Wetterwechsel vor Pfingsten - Eisheilige inklusive?

Kühl und Wechselhaft vor Pfingsten

Das amerikanische Vorhersagemodell berechnet zum 13. Mai eine Tiefdruckkette, welche sich vom östlichen Kanada, dem Atlantik bis nach England erstreckt. Gleichzeitig aber liegt weiter nördlich das Hochdrucksystem und weitet sich sogar noch etwas weiter in Richtung Island aus. Ab diesem Zeitpunkt besteht die Gefahr, dass das Hochdrucksystem an seinen südlichen Gradienten von der atlantischen Frontalzone unterwandert wird.

In Folge dreht die Grundströmung mehr und mehr auf westliche bis nordwestliche Richtungen und mit der Tiefdruckaktivität ist mit viel Regen zu rechnen. Gleichzeitig gehen die Temperaturen auf ein für die Jahreszeit leicht zu kaltes Niveau zurück und können am kältesten Tag - dem 15. Mai - Tageshöchstwerte von +10 bis +15 Grad und örtlich bis +18 Grad erreichen. Der Wind frischt in diesem Prozess stark bis mäßig auf und kann über exponierten Lagen für stürmische Windböen sorgen. Da die Tiefstwerte in der Nacht auf einstellige Werte absinken können und der Zeitraum vom 11. bis 1.5 Mai den Eisheiligen zugesprochen wird, kann im Falle eines Eintreffens der Simulation die Wettersingularität der Eisheiligen als erfüllt gelten.

Polarwirbelberechnung Mai

Nach dem amerikanischen Prognosemodell erfolgt ein Wetterumschwung vor Pfingsten mit deutlich kühleren Temperaturen © www.meteociel.fr

Wetterwechsel vor Pfingsten wahrscheinlicher

Aber nicht nur das amerikanische Wettermodell berechnet den Wetterwechsel, auch das europäische Prognosemodell zieht nach. Die Hochdruckzone von den Azoren bis über das westliche Russland kommt kurz vor Pfingsten in arge Bedrängnis, kann sich aber noch erstaunlich gut halten - zumindest in der Simulation. In Folge aber gelangen auch nach dieser Berechnung zum 14. und 15. Mai spürbar kühlere Luftmassen nach Deutschland, welche nachfolgend sich wieder auf ein Jahreszeit typisches Niveau erwärmen können. Der Wettercharakter aber bleibt unbeständig.

Polarwirbelberechnung Mai

Nach dem europäischen Vorhersagemodell schwächt sich die Hochdruckzone ab und lässt einen unbeständigeren Wettercharakter vor den Pfingstfeiertagen zu © www.meteociel.fr

Wetterprognose Pfingsten 2018 - nachhaltiger Umbau der Großwetterlage?

Der Umbau der Großwetterlage zu Pfingsten ist also sehr wahrscheinlich geworden, doch die Frage, die sich stellt - wie nachhaltig kann diese Umstellung sein? Auch hier gibt es noch mehrere Möglichkeiten der Wetterentwicklung. So berechnet das amerikanische Prognosemodell zu Pfingsten eine meridionale Entwicklung der Großwetterlage bei der sich zwischen den Azoren, England und Skandinavien ein Hochdruckkeil nach Norden erstreckt und gleichzeitig ein Tiefdruckzentrum über Deutschland, Österreich und der Schweiz liegen kann. Neben einer erhöhten Niederschlagsneigung können die Temperaturen am Pfingstsonntag auf kühle +12 bis +17 Grad absinken. Doch ist diese Wettervorhersage noch mit Vorsicht zu genießen, da eine Umstellung der Großwetterlage grundsätzlich mit hohen Verwerfungen einhergehen kann.

In einer weiteren Variante bleibt das Hochdrucksystem über Skandinavien erhalten und sorgt über die Pfingstfeiertage weiterhin für eine ausgeprägte Erhaltungsneigung bei wenig Niederschlag und sommerlichen Temperaturen.

In der dritten Variante kann sich weder das Hochdrucksystem, noch die atlantische Frontalzone durchsetzen und Deutschland verbleibt im gradientenschwachen Bereich. Ein unbeständiger Wettercharakter wäre zu Pfingsten zu erwarten, bei Temperaturen, welche sich um die +20 Grad einpendeln können.

Kontrollläufe: normales Pfingstwetter?

Die Kontrollläufe bestätigen zum einen das für Mai zu hohes Temperaturniveau bis zum 10. Mai. Anschließend sinken die Werte am 11. Mai deutlich ab, steigen am 12. Mai wieder an und sinken anschließend zum 13. Mai auf ein Jahreszeit typisches Niveau ab. Das ist der Tiefdruckaktivität zu verdanken, welche auf ihrer Vorderseite wärmere und auf der Rückseite kühlere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen kann.

Im Zeitraum vor und zu Pfingsten zeigt sich eine breite Spanne der Temperaturentwicklung. So liegt das Temperaturspektrum am Pfingstsonntag zwischen +9 bis +27 Grad bei einem Mittelwert von +17 bis +18 Grad. Das sind für die Jahreszeit leicht zu kühle Temperaturwerte - es unterstreicht aber nochmals, dass es aktuell einen Wettertrend zu einer nachhaltigen Umstellung der Großwetterlage bis Pfingsten gibt. Die Frage ob kühl, normal oder warm ist dabei noch nicht geklärt. Deutlicher zeigt sich das im nachfolgenden Diagramm:

Diagramm Temperaturen Pfingsten 2018 vom 08.05.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Pfingsten 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetterprognose des Langfristmodells: Mai hat ein hohes Potential zu warm auszufallen

Nach der aktuellen Wetterprognose des Langfristmodells soll der Mai eine Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +0,5 bis +2 Grad erfahren und wird zudem noch deutlich zu trocken berechnet. Das passt nicht wirklich zu den aktuellen Berechnungen der Prognosemodelle - zumindest nicht hinsichtlich der Niederschlagsentwicklung. Denn nach den Kontrollläufen zeigt sich eine rege Niederschlagsentwicklung vom 10. Mai bis über Pfingsten hinaus, was zumindest ein ausgeglichenes Verhältnis zum Sollwert herstellen könnte.

Schaut man auf die aktuelle Simulation des amerikanischen Vorhersagemodells, so werden bis einschließlich dem 23. Mai Niederschlagssummen von 40 bis 80 l/m² und über dem Süden und Osten zwischen 50 bis 100 l/m² berechnet.

Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so sind bis zum 18. Mai Niederschlagssummen von 1 bis 10 l/m² über dem Nordosten, sonst zwischen 20 bis 50 l/m² und entlang des Alpenrandes 30 bis 60 l/m² möglich. Anders formuliert kann sich in Sachen Niederschlag noch etwas verändern. Im Schnitt hat der Mai eine Niederschlagserwartung von 71 l/m².

Zusammenfassung der Vorhersage Pfingsten

  • Weiterhin ist es zu früh für detaillierte Wetterprognosen für das Wetter über Pfingsten.
  • Ein Wetterwechsel wird ab dem 10. Mai zunehmend wahrscheinlicher.
  • Ob sich der Wetterwechsel bis zur Monatsmitte oder bis Pfingsten halten wird, bleibt abzuwarten.
  • Die Prognosemodelle berechnen eine höhere Wahrscheinlichkeit für unbeständiges Pfingstwetter
  • Die Kontrollläufe bestätigen diese Wetterentwicklung zu Pfingsten bei einem Mittelwert der Temperaturen, welcher knapp unter dem langjährigen Mittelwert liegen kann.
  • Sowohl das amerikanische, wie auch europäische Wettermodell berechnen bis Pfingsten eine mäßig hohe Niederschlagsneigung.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken


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