Im Zeitraum vom 27. bis 31. Mai kommt der kräftige Warmluftschub mit hochsommerlichen Temperaturen von +23 bis +28 und örtlich auch über die +30 Grad Marke zustande. Zuvor ist es rund um den Vatertag noch leicht unbeständig und - je nach Sonnenscheindauer - mit +14 bis +23 Grad mäßig warm. Der Grund für die sommerliche Wärme ab dem 27. Mai ist ein Hochdrucksystem, welches sich bis Ende Mai nach Osten verlagern und im Verbund mit Tiefdrucksystemen auf dem Atlantik die sommerlich warmen und zunehmend feuchten Luftmassen aus südlichen Richtungen über die Alpen nach Deutschland führen kann. Schauer und Gewitter werden ab Montag, den 29. Mai zunehmend wahrscheinlicher.

Wetterentwicklung zu Pfingsten 2017

Das Hochdrucksystem verlagert sich bis Anfang Juni weiter nach Osten und liegt zum 1. Juni mit seinem Kerngebiet über dem westlichen Russland. Gleichzeitig gelingt es dem Azorenhoch eine schwache Hochdruckbrücke quer über Mitteleuropa aufzubauen, während die Tiefdrucksysteme den Versuch unternehmen, sich über Mitteleuropa zu positionieren. Beide Wettersysteme sind zueinander gradientenschwach, so dass kurz vor Pfingsten keine große Wetterdynamik in Form einer aktiven Westwetterlage zu erwarten ist, was aber nicht damit gleichzusetzen ist, als dass ein ruhiger Wettercharakter zu erwarten wäre.
Eher das Gegenteil könnte der Fall sein, denn mit einer südwestlichen Anströmung können weiterhin warme und feuchte Luftmassen nach Norden in Richtung Deutschland geführt werden, was die Wetteraktivität in Form von kräftigen Schauern und Gewittern ansteigen lassen kann - örtliches Unwetterpotential ist dabei nicht ausgeschlossen. Insbesondere das amerikanische Wettermodell berechnet in seinen Simulationen vom 3. bis 5. Juni Starkregenereignisse, also direkt über die Pfingstfeiertage hinweg.

Der Modelloutput des amerikanischen Wettermodells berechnet am Pfingstsonntag und Pfingstmontag (4. und 5. Juni) einen wechselhaften und zu Schauern und Gewittern neigenden Wettercharakter mit Unwetterpotential. Die Temperaturen bewegen sich - je nach Niederschlagsintensität - in der Simulation im Bereich zwischen +14 bis +24 Grad und können örtlich bis auf +26 Grad ansteigen. Hinweis: ein reiner Modelloutput auf diesen längeren Zeitraum gilt als Momentaufnahme und wird sich in den kommenden Stunden und Tagen noch verändern können. Der Trend festigt sich für Pfingsten gegenüber den letzten Tagen zunehmend.

Kontrollläufe sind sich zum Pfingstwetter einig: sommerliche Temperaturen bei einem unbeständigen Wettercharakter

Die Niederschlagsneigung wird von den Kontrollläufen bis zum 31. Mai als sehr gering eingestuft und steigt darüber hinaus nur leicht an. Mit Dauerregen oder größeren Niederschlagsfeldern ist demnach also kurz vor und über Pfingsten nicht zu rechnen. Stattdessen sind kräftige Schauer und Gewitter viel wahrscheinlicher. Das Temperaturspektrum steigt von Nord nach Süd an und kann im Mittelwert über die Pfingstfeiertage über dem Norden durchaus Jahreszeit typische Werte erreichen, während über dem Süden die Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwa um 2 bis 4 Grad zu warm ausfallen können. Zusammenfassend: ein stabiles Sommerhoch ist Anfang Juni nicht zu erwarten, wobei die Temperaturen mit +20 bis +26 Grad durchaus auch sommerliche Werte erreichen können. Kommt es zu den Starkregenereignissen, so können die Temperaturen mit +14 bis +20 Grad auch darunter liegen.

Diagramm Temperaturen Pfingsten 2017 vom 24. Mai
Die Verhältnisse der Kontrollläufe über Pfingsten 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Ein Update zum Wetter an Pfingsten und wie das Wetter darüber hinaus verlaufen kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter im Sommer 2017.

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