Der Sommer kommt nach dem Vatertag in großen Schritten und sorgt mit viel Sonnenschein für Temperaturen zwischen +21 bis +26 Grad und örtlich bis +28 Grad für sommerliche Temperaturwerte. Der Grund für das Sommerwetter ist ein Hochdrucksystem, welches sich zum Beginn der Woche zwischen England und Deutschland aufbauen und im Verlauf der Woche sich weiter nach Osten in Richtung Skandinavien und Deutschland verlagern kann. Somit gelangt Deutschland, Österreich und die Schweiz zunehmend in den Einflussbereich der westlichen Hochdruckgradienten, was mit einer südlichen Anströmung sommerliche Luftmassen nach Deutschland führt.

Die Wetteraussichten bis Pfingsten

Bis zum 29. Mai kann sich das Hochdrucksystem gegen das Anrennen der atlantischen Tiefdrucksysteme behaupten und die Temperaturen können sogar noch etwas weiter in Richtung der +30 Grad Marke ansteigen. Fast schon hochsommerlich! Die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik wird Ende Mai und Anfang Juni zunehmend stärker und der atlantischen Frontalzone könnte noch bis Ende Mai der Durchbruch bis über Skandinavien gelingen. Das Hoch weicht nach Osten aus, während sich von Westen schon der nächste Hochdruckkeil Deutschland nähern kann. Gerade in der "Umbauphase" der Großwetterlage könnte Deutschland im Zeitraum vom 30. Mai bis 1. Juni in den Zustrom kühlerer Luftmassen gelangen, was die Tageswerte auf +16 bis +21 Grad zurückgehen lassen könnte. Nachfolgend stellt sich nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells eine Südwestwetterlage ein, welche kurz vor Pfingsten wieder wärmere Luftmassen nach Deutschland führt.

Wie wird das Wetter an Pfingsten 2017?

Die vom amerikanischen Wettermodell simulierte Südwestwetterlage hält sich auch noch über die Pfingstfeiertage, was weiterhin zu sommerlichen Temperaturen führen kann, allerdings neigt die Südwestwetterlage zu vermehrten Schauern und Gewittern und betrachtet man den reinen Modelloutput, so könnte das Wetter an Pfingsten in etwa wie folgt aussehen.

Der Modelloutput des amerikanischen Wettermodells berechnet am Pfingstsonntag und Pfingstmontag (4. und 5. Juni) einen wechselhaften und zu Schauern und Gewittern neigenden Wettercharakter. Die Temperaturen bewegen sich in der Simulation im Bereich zwischen +22 bis +26 Grad und können örtlich bis auf +29 Grad ansteigen. Hinweis: ein reiner Modelloutput auf diesen langen Zeitraum gilt als Momentaufnahme und wird sich in den kommenden Stunden und Tagen noch mehrfach verändern können.

Wie wahrscheinlich ist die Wetterentwicklung? Dreh- und Angelpunkt bleibt Anfang Juni die Hochdruckentwicklung über Mitteleuropa. Mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit gelingt es der atlantischen Frontalzone sich über Skandinavien zu positionieren und sollte sich die Hochdruckbrücke nicht ausbilden können, so könnte es kurz vor Pfingsten auch zu einer Kaltluftzufuhr aus nördlichen Richtungen kommen. Schaut man sich die Simulationen der Kontrollläufe an, so ist die Zufuhr kühlerer Luftmassen Anfang Juni weniger wahrscheinlich. Zwar kann das sehr hohe Temperaturniveau von Ende Mai nicht gehalten werden, sinkt jedoch in einen Bereich ab, welcher noch knapp über dem langjährigen Mittelwert liegen kann. Das Temperaturspektrum bewegt sich am 1. Juni im Bereich zwischen +13 bis +28 Grad (Mittelwert: +21 Grad über dem Norden und bis +24 Grad über dem Süden) und am 5. Juni (Pfingstmontag) zwischen +14 bis +30 Grad (Mittelwert: +20 Grad über dem Norden, sonst +21 bis +23 Grad). Zusammenfassend: sommerliche Varianten haben bei einem durchwachsenen Wettercharakter vor und über Pfingsten eine höhere Wahrscheinlichkeit als zu kalte Wetterentwicklungen.

Diagramm Temperaturen Pfingsten 2017 vom 22. Mai
Die Verhältnisse der Kontrollläufe über Pfingsten 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Ein Update zum Wetter an Pfingsten und wie das Wetter darüber hinaus verlaufen kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter im Sommer 2017.

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