Ein Hochdrucksystem setzt sich im Zeitraum zwischen dem 5./8. Mai über Deutschland, Österreich und der Schweiz durch, so dass der Wettercharakter selbst leicht unbeständig bleiben kann, die Temperaturen aber verbreitet einen frühlingshaften und zum 5. und 8. Mai auch einen frühsommerlichen Charakter annehmen können (Details s. Wetter Frühling).

Wie kann sich die Großwetterlage vor Pfingsten entwickeln? Das amerikanische Wettermodell simuliert im Zeitraum 9./12. Mai ein Tiefdrucksystem über der Mittelmeerregion, welches mit seinen Gradienten auch Deutschland, Österreich und die Schweiz mit beeinflussen könnte. Gleichzeitig wird der hohe Luftdruck im Bereich zwischen Skandinavien und den Azoren größer, was das Tiefdrucksystem über dem Mittelmeer zum 13. Mai weitgehend auflöst, die feuchten Luftmassen bleiben jedoch erhalten. So könnte nach diesen Berechnungen kurz vor Pfingsten eine durchaus stabile Hochdruckwetterlage entstehen, bei der ein sog. "Hochdruckrücken" des Azorenhochs bis über das östliche Skandinavien reichen kann und somit über Deutschland, Österreich und der Schweiz ein zu Schauern neigendes aber warmes Wetter sorgen kann.

Wie warm kann vor Pfingsten werden? Die Kontrollläufe simulieren am 11. Mai ein Temperaturspektrum zwischen +12/+26 Grad (Mittelwert: +20/+22 Grad) und am 14. Mai von +11/+27 Grad (Mittelwert: +18/+20 Grad). Eine kühlere Episode kurz vor Pfingsten ist zum heutigen Stand also weniger wahrscheinlich. Deutlicher zeigt sich das anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+12) / normal (+13/+18) / zu warm (>+18), welche am 9. Mai bei 25/30/45 und am 14. Mai bei 20/25/55 liegen. Die Wahrscheinlichkeit für Temperaturen zwischen +22/+24 Grad liegen am 14. Mai zum heutigen Stand bei 40 Prozent. Das zeigt wie positiv das Temperaturniveau im zweiten Mai-Drittel kurz vor Pfingsten von den Wettermodellen simuliert wird. Ob das auch über Pfingsten und darüber hinaus so bleibt, kann heute noch in Frage gestellt werden.

Warum? Pfingsten liegt in diesem Jahr im Zeitraum der Wettersingularität der Eisheiligen, wo es statistisch im Zeitraum vom 12./18. Mai nochmals kühler werden kann. Zum anderen simuliert das Langfristmodell für den Mai eine Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5/+0,5 Grad im weitgehend normalen Bereich. Sollte das erste Mai-Drittel - wie zum aktuellen Stand berechnet - normal und das zweite Mai-Drittel deutlich zu warm beginnen, so müsste darüber hinaus eine kühlere Temperaturphase folgen um ein normales Temperaturniveau herbeizuführen.

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