Im ersten Mai-Drittel bestätigt sich die seit Tagen simulierte positive Temperaturentwicklung heute erneut, was die Wahrscheinlichkeit für ein Eintreffen erhöht. Je nachdem wie sich ein Tiefdrucksystem zwischen Island und Skandinavien und ein Hochdrucksystem über der Mittelmeerregion verhalten wird, sind im Zeitraum zwischen dem 5. und 8. Mai ("verlängertes" Wochenende, Christi Himmelfahrt, Vatertag) unter bestimmten Voraussetzungen auch früh sommerliche Temperaturwerte möglich (s. Wetter Mai | Wetter Frühling).

Betrachtet man die simulierte Entwicklung der Großwetterlage zum Ende des ersten Mai-Drittels, so zeigt sich in den letzten Tagen immer wieder ein Hochdrucksystem, welches sich im Bereich zwischen dem westlichen Russland und Skandinavien etablieren kann. Es zeigen sich aber auch Varianten, bei der dieses Hochdrucksystem eine Hochdruckbrücke mit dem Azorenhoch quer über Mitteleuropa aufbauen könnte.

Was bedeutet das? So ein Hochdrucksystem weit nördlich über dem skandinavischen Raum hat über Deutschland, Österreich und die Schweiz eine meist östliche bis südöstliche Grundströmung zur Folge, was den Wettercharakter stabil und Niederschläge weniger wahrscheinlich macht. Und die Temperaturen? Die könnten bei solch einer Wetterlage weiter ansteigen und mit +17/+23 Grad durchaus früh sommerliche, teils mit+23/+28 Grad aber auch schon sommerliche Werte erreichen.

Wie sähen die Varianten aus, welche nicht so stabiles Wetter zur Folge hätten? Angenommen das Hochdrucksystem kommt tatsächlich und positioniert sich über Skandinavien. Gelingt der "Brückenschlag" zum Azorenhoch nicht, so besteht die "Gefahr", dass das Hochdrucksystem von Süden her von den atlantischen Tiefdruckausläufern unterwandert werden kann. In Folge daraus besteht die Neigung zu sog. Vb-Wetterlagen, welche bei mäßig milden Temperaturwerten - insbesondere über dem Süden - für länger andauernde und kräftigere Niederschläge verantwortlich sein können.

Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+12) / normal (+13/+18) / zu warm (>+18), so liegen diese am 8. Mai bei 20/35/45 und am 13. Mai bei 10/35/55 und bestätigen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einen Temperaturtrend in Richtung frühlingshafte, teils auch schon früh sommerliche Werte bis vor Pfingsten. Das Langfristmodell simuliert in seiner heutigen Wetterprognose für Mai eine Abweichung des Temperaturmittelwertes gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5/+0,5 Grad weitgehend normal, mit der Tendenz über dem Osten mit -1/-0,5 Grad auch leicht zu kühl auszufallen. Das bestätigt die noch unsichere Wetterentwicklung für Pfingsten, denn sollten das erste Mai-Drittel und der Zeitraum vor Pfingsten zu warm ausfallen, müsste - um die "normalen" Temperaturwerte erreichen zu können - eine kühlere Phase nachfolgen. Betrachtet man die Statistik, so ist im Zeitraum zwischen dem 8./18. Mai häufiger mit kühlen Temperaturwerten zu rechnen (Eisheilige), welche im Zeitraum darüber hinaus bis zum 28. Mai mit Hochdruckwetter wieder ansteigen können.

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