Aufgrund der aktuell doch sehr wechselhaften und relativ kühlen Witterung bekommen wir wieder vermehrte E-Mails mit der Frage, wie das Wetter Pfingsten 2016 werden wird. Wie bereits im ersten Beitrag beschrieben, liegt Pfingsten in diesem Jahr im Bereich der sog. Wettersingularität der Eisheiligen, welche vermehrt im Zeitraum zwischen dem 8./18. Mai noch einmal für Kaltlufteinbrüche über Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortlich sein könnten. Ob es dazu kommt, bleibt zum heutigen Stand noch abzuwarten.

Betrachtet man die aktuelle Wetterentwicklung für das letzte April-Drittel, so ergeben sich hieraus zwei Rückschlüsse, welche die Entwicklung der Großwetterlage im Zeitraum vor Pfingsten maßgeblich beeinflussen können. Die Ausgangslage ist ein meridionales Zirkulationsmuster im letzten April-Drittel. In der ersten Variante erhält sich das Muster bis über die ersten Mai-Tage hinein und könnten auch das Wetter an Christi-Himmelfahrt (5. Mai - Vatertag) noch mit beeinflussen. Im weiteren Verlauf verändert sich die Großwetterlage, so dass sich ein mildes bis warmes Temperaturspektrum im Zeitraum 5./15. Mai ergeben könnte.

In der zweiten Variante spielt die sog. Erhaltungsneigung (Wiederholungsneigung) eine maßgebliche Rolle. Auch hier ist die Ausgangslage die meridionale Zirkulationsstruktur im letzten April-Drittel, welche Anfang Mai schwächen aufweist und für eine Erwärmung sorgen könnte (Tief vor Mitteleuropa, vorderseitige Warmluftzufuhr). Dieses Tiefdrucksystem verlagert sich im weiteren Verlauf nach Osten, so dass auf dessen Rückseite kühleres und auch wechselhaftes Wetter über Deutschland dominierend sein kann. Das würde wiederum in den Zeitraum der Singularität der Eisheiligen, aber auch in den Zeitraum von Pfingsten passen.

Was ist zum heutigen Stand wahrscheinlicher? Noch beruhen die Ausführungen für das Wetter Pfingsten auf statistischen Grundwerten und einer Fortführung der aktuellen Wetterlage und sind als Witterungstrend zu verstehen, was eine Wahrscheinlichkeit für zu kühles Wetter alleinig auf die Wettersingularität der Eisheiligen zurückführen lässt. Das Langfristmodell stützt mit einer Temperaturabweichung von -0,5/+0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert eine weitgehend normale Temperaturentwicklung für den Mai 2016 bei einer leicht erhöhten Niederschlagsneigung über den südlichen Regionen. Betrachtet man die zurückliegenden zu warmen Winter 2013/14, 2014/15, so viel auf, dass der jeweils darauffolgende Mai weitestgehend normal, bis leicht zu kalt ausgefallen ist. Auch der Winter 2015/16 ist deutlich zu warm ausgefallen - ob das im Mai 2016 wieder für normales, bzw. leicht zu kühles Wetter führen wird, bleibt abzuwarten. Ab dem 20. April starten wir mit regelmäßigen Aktualisierungen für das Wetter Pfingsten 2016

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