Wetter Ostern 2026: Erst Schnee, dann Sonne zum Fest? Der Wetter-Krimi spitzt sich zu
Der Frühling macht sich mit Temperaturen von bis +20 Grad über Deutschland bemerkbar. Doch auf den Frühling folgt - passend zum Start in die Osterferien - der Spätwinter. Ein Hoch verlagert sich nach Westen und lässt einen Teil des Polarwirbels über Skandinavien in Richtung Deutschland austrogen. Die Schneefallgrenze sinkt bis auf die mittleren Lagen ab und mancherorts kann sich eine Schneedecke ausbilden. Welche Folgen hat der markante Wetterwechsel für das Wetter Ostern - wird es noch einmal richtig kalt oder ist das ein letztes Zucken des Winters, was im April so typisch ist?

Sonnenschein dominiert heute verbreitet das Himmelsbild über Deutschland und lässt die Temperaturen auf +10 bis +15 Grad und örtlich auf bis +17 Grad ansteigen. Zum Start in die neue Woche drängt sich ein Tiefdruckausläufer zwischen Island und Skandinavien Deutschland auf. Die Bewölkung verdichtet sich über dem Westen und Nordwesten, während über dem Osten und Süden noch vielerorts mit einer maximal möglichen Sonnenscheindauer gerechnet werden kann. Mit nennenswertem Niederschlag ist bis einschließlich Dienstag nicht zu rechnen, dafür mit frühlingshaften Temperaturen von +12 bis +16 Grad und örtlich von bis +20 Grad.
Wettersturz mit Schneefall zum Beginn der Osterferien
Der Frühling endet zur Wochenmitte. Das Hoch zieht sich weiter nach Westen zurück und lässt das Tief passieren, welches am Donnerstag und Freitag nach Süden austrogt und kalte Luftmassen polaren Ursprungs bis an die Alpen führt. Die Temperaturen gehen bei einer mäßig erhöhten Niederschlagsaktivität auf +4 bis +8 Grad zurück und können über dem Süden mit +0 bis +4 Grad sogar noch darunter liegen. Die Schneefallgrenze schwankt großzügig zwischen 400 und 900 Meter und kann über dem Süden teils bis auf die tieferen mittleren Lagen für winterliche Wetterverhältnisse sorgen. Wer es genauer wissen möchte: Wetter März.

Wildes Aprilwetter dominiert Ostern
Zumindest wenn es nach der Osterprognose des europäischen Wettermodells geht, wird sich launisches und phasenweise auch chaotisches Aprilwetter einstellen können. Es sind jetzt noch 2 Wochen bis Ostersonntag, der Polarwirbel befindet sich in Auflösung und provoziert das berühmt-berüchtigt launische Aprilwetter, bei dem auf frühlingshafte Temperaturen binnen 24 Stunden Schnee- und Graupelschauer folgen können (und umgekehrt). Die kommende Woche wird schon einmal einen Vorgeschmack darauf geben können.
Frühling scheitert - Polarwirbel stark geschwächt
Das Hoch auf dem Atlantik versucht sich Anfang April in Richtung Mitteleuropa auszudehnen, wird jedoch von weiteren Trogvorstößen dazu genötigt, sich weiter in Richtung Island zu orientieren. Bis zum 2. April dehnt sich das Hoch immer weiter in den Polarwirbel hinein aus und geht eine Querverbindung zu Kontinentalhoch über der Karasee ein. Der Ansatz eines Polarwirbelsplits.
Da sich die Hochdruckzone westlich von Europa nach Norden aufstellt und Hochdrucksysteme sich im Uhrzeigersinn drehen, verweilen Deutschland, Österreich und die Schweiz im Zustrom kalter Luftmassen polaren Ursprungs, was Anfang April mit +4 bis +8 Grad und örtlich mit bis +2 Grad einen nasskalten Wettercharakter zur Folge hat. Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer werden weiterhin eine Rolle spielen und ab den höheren mittleren Lagen die Schneedecke weiter anwachsen lassen. Im Stau der Alpen werden Neuschneemengen von 30 bis 50 cm simuliert.
Wetter Ostern 2026: Frost und Schnee - aber nicht überall
Im Zeitraum vom 3. April bis 5. April (Ostersonntag) bläht sich das Hoch weiter auf und etabliert zum 5. April einen autark agierenden Hochdruckkern über den nördlichen Breiten. Der Trog wird abgeschnürt und wabert über der Mittelmeerregion als Kaltlufttropfen umher, welcher auch das Wetter über dem Süden von Deutschland dominieren kann. Die Temperaturen bewegen sich mit -1 bis +3 Grad nur knapp über dem Gefrierpunkt und zeitweiliger Niederschlag kann zum Osterfest bis auf die tieferen mittleren Lagen als Schnee niedergehen. Weiter nach Norden klingt der Niederschlag ab und mit einer aufgelockerten Bewölkung macht sich das Hoch über Skandinavien bemerkbar, was die Temperaturen auf +8 bis +12 Grad und örtlich auf bis +14 Grad ansteigen lassen kann.

So klappt es mit dem Frühling zum Osterfest
Wer bei uns schon eine Weile zu Gast ist, der kennt unsere These von einem Blockadehoch über den nördlichen Breiten, welches Frühlingswetter zu den Osterfeiertagen bringen kann. Die Europäer deuten es lediglich an, die Amerikaner gehen in ihrer Osterprognose heute ein Stück weiter. Doch hat der Umbau der Großwetterlage so seine Tücken.
Spätwinterlicher Start in den April
Dem Hoch gelingt es auch in der Vorhersage des amerikanischen Wettermodells nicht, sich weiter in Richtung Mitteleuropa zu entwickeln. Stattdessen baut sich das Hoch Anfang April zwischen den Azoren und Island als Blockadehoch auf dem Atlantik auf. Der Polarwirbel über Skandinavien wird erneut dazu genötigt, nach Süden auszutrogen und führt kalte Luftmassen arktischen Ursprungs über die Mittelmeerregion.
Die Temperaturen gehen über Deutschland, Österreich und der Schweiz am 1. April über dem Norden auf +6 bis +8 Grad und über dem Süden auf +0 bis +5 Grad zurück. Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer werden bis auf tiefere Lagen herab für wildes Aprilwetter sorgen können. Oberhalb etwa 400 bis 900 Meter kann es auch zur Ausbildung einer Schneedecke kommen.
Markanter Wetterumschwung zum Fest
Das Hoch wird bis Ostern kräftiger und etabliert zum 5. April einen Hochdruckkern zwischen England und Skandinavien mit einem Kerndruck von bis zu 1040 hPa. Das ist eine Ansage! Deutschland liegt zwar am östlichen Hochdruckgradienten, doch weitet das Hoch seinen Einflussbereich weit nach Norden und Osten aus, sodass bei trockenem Wetter verbreitet mit Sonnenschein gerechnet werden kann.
In einem gradientenschwachen Wetterumfeld können die Temperaturen an Ostern über dem Westen auf +14 bis +18 Grad und örtlich auf bis +20 Grad ansteigen. Weiter nach Osten kann es mit +8 bis +14 Grad frischer bleiben.

Die Wettervorhersage Ostern auf den Punkt gebracht: Frühling oder Winter
Mit dem Trogvorstoß im Verlauf der kommenden Woche wird das Wetter spürbar wechselhafter und - dank der Höhenkälte - auch frischer. Die Schneefallgrenze sinkt bis auf die mittleren Lagen ab und so heißt es zum Beginn der Osterferien ab den höheren mittleren Lagen Ski und Rodel gut
! Darin stimmen die Vorhersage-Modelle überein. Übereinstimmung zeigt sich im Erhalt des Trogmusters bis Anfang April, was zu dem berühmt-berüchtigten wilden und chaotischen Aprilwetter führen wird.
Aber auch in der Wettervorhersage Ostern liegen die Vorhersage-Modelle nicht weit auseinander. Ein Blockadehoch wird das Wetter dominieren - doch ob Frühling oder Spätwinter hängt von der Position des Hochdrucksystems ab und da sind die Unterschiede im Moment noch sehr hoch.
Welches Wetter wahrscheinlich ist
Der Zeitraum vom 23. bis 30. März gilt als weitgehend gesichert. Der Temperatursturz erfolgt zwischen dem 25. und 26. März und lässt die Temperaturanomalie auf -4 bis -5 Grad in den zu kalten Bereich abrutschen. Bis Anfang April normalisieren sich die Temperaturen wieder und pendeln sich bis Ostersonntag auf +8 bis +10 Grad ein. Kein Spätwinter, aber auch kein Frühling.

These: der Frühling zum Osterfest
An dieser Stelle verifizieren wir erneut unsere (gewagte) These, die wir vor rund 14 Tagen aufgestellt haben. Es ist keine These, die wir aus der Luft gegriffen haben. Vielmehr handelt es sich um eine der Erfahrung nach wahrscheinliche Entwicklung, bei der sich ein Hoch über den nördlichen Breiten ausdehnen und die Frontalzone blockieren kann. Beide Vorhersage-Modelle stützen mittlerweile ein Blockadehoch.
Doch keines der Vorhersage-Modelle stützt unsere These so, dass man sagen könnte das passt
. Wir halten natürlich weiterhin an dieser These fest, wonach das Wetter vor oder über Ostern doch noch einen Schwenk in Richtung Frühling macht. Schaun mer mal, was daraus in den kommenden Tagen wird.

Wetterdaten April 2026
Top-10 Extremwerte April 2026
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Wert Datum Station Bundesland 25,2 05.04.2026 Regensburg Bayern 24,9 11.04.2026 Wolfach Baden-Württemberg 24,6 05.04.2026 Kiefersfelden-Gach Bayern 24,6 05.04.2026 Simbach - Inn Bayern 24,3 17.04.2026 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 24,2 05.04.2026 Emmendingen-Mundingen Baden-Württemberg 24,2 05.04.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 24,2 05.04.2026 Trostberg Bayern 24,2 08.04.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 10,4 18.04.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland -16,3 01.04.2026 Zugspitze Bayern -8,2 01.04.2026 Oberstdorf Bayern -6,6 01.04.2026 Oy-Mittelberg-Petersthal Bayern -6,4 08.04.2026 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen -6,3 08.04.2026 Baruth Brandenburg -6,3 10.04.2026 Sohland - Spree Sachsen -5,8 02.04.2026 Königshofen, Bad Bayern -5,7 03.04.2026 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg -5,7 09.04.2026 Muskau, Bad Sachsen -5,4 08.04.2026 Barth Mecklenburg-Vorpommern -
Wert Datum Station Bundesland 27,9 18.04.2026 Liebenau-Haueda Hessen 26,5 18.04.2026 Driburg, Bad-Pömbsen Nordrhein-Westfalen 26,1 18.04.2026 Borgentreich Nordrhein-Westfalen 25,2 18.04.2026 Newel Rheinland-Pfalz 22,2 18.04.2026 Driedorf Hessen 21,9 18.04.2026 Riol Rheinland-Pfalz 21,7 11.04.2026 Baden-Baden-Geroldsau Baden-Württemberg 21,6 18.04.2026 Königswinter-Heiderhof Nordrhein-Westfalen 21,1 18.04.2026 Arolsen-Landau, Bad Hessen 21,0 18.04.2026 Warburg Nordrhein-Westfalen -
Wert Station Bundesland 50,2 Oppenau Oberes Renchtal Baden-Württemberg 48,0 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg 45,5 Königswinter-Heiderhof Nordrhein-Westfalen 40,3 Baden-Baden-Geroldsau Baden-Württemberg 39,9 Driedorf Hessen 39,2 Driburg, Bad-Pömbsen Nordrhein-Westfalen 38,4 Rüthen Nordrhein-Westfalen 38,3 Malsburg-Marzell Baden-Württemberg 37,4 Reichshof-Eckenhagen Nordrhein-Westfalen 37,4 Willingen - Hochsauerland Hessen -
Wert Station Bundesland 0,0 Neckartailfingen Baden-Württemberg 0,0 Winden Baden-Württemberg 0,1 Berlin-Schmöckwitz - Dahme Berlin 0,2 Berlin-Schmöckwitz Berlin 0,2 Neutrebbin Brandenburg 0,5 Forst-Klein Bademeusel Brandenburg 0,6 Brunn-Roggenhagen Mecklenburg-Vorpommern 0,6 Berlin Brandenburg Brandenburg 0,8 Stralsund Mecklenburg-Vorpommern 0,9 Cottbus Brandenburg -
Wert Datum Station Bundesland 117,0 05.04.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 111,6 05.04.2026 Leuchtturm Kiel Schleswig-Holstein 106,6 05.04.2026 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 103,0 05.04.2026 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen 101,2 05.04.2026 Fichtelberg Sachsen 101,2 05.04.2026 Großer Arber Bayern 95,4 05.04.2026 Strucklahnungshörn Schleswig-Holstein 94,7 05.04.2026 Weinbiet Rheinland-Pfalz 92,9 05.04.2026 List auf Sylt Schleswig-Holstein 91,8 05.04.2026 Hallig Hooge Schleswig-Holstein -
Wert Station Bundesland 149,9 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 149,1 Manschnow Brandenburg 148,6 Büsum Schleswig-Holstein 148,1 Hamburg-Sankt Pauli Hamburg 147,5 Alzey Rheinland-Pfalz 147,5 Hallig Hooge Schleswig-Holstein 147,4 Sankt Peter-Ording Schleswig-Holstein 146,8 Strucklahnungshörn Schleswig-Holstein 146,6 Perl-Sinz-Renglischberg Saarland 145,5 Angermünde Brandenburg -
Wert Station Bundesland 57,5 Meiningen Thüringen 84,1 Schwarzburg Thüringen 86,3 Mittenwald - Obb. Bayern 89,6 Elster, Bad-Sohl Sachsen 89,8 Kohlgrub, Bad (Rosshof) Bayern 90,1 Reit im Winkl Bayern 90,2 Piding Bayern 91,2 Carlsfeld Sachsen 91,9 Zwiesel Bayern 93,0 Regensburg Bayern
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im April 2026 beträgt 9,1 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 1,8 °C (91/20 0,1 °C). Am 05.04.2026 konnte mit 25,2 °C über Regensburg (Bayern) die höchste und am 01.04.2026 mit -16,3 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 10,5 °C Saarland. Frischer ist der April 2026 mit einem Durchschnittswert von 7,6 °C bisweilen über Mecklenburg-Vorpommern.
Im April 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 14,3 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 24 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 4 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 122,0 Stunden ihren Sollwert von 152,7 Stunden zu 80 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 149,9 Stunden über der Leuchtturm Alte Weser (Niedersachsen). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 57,5 Stunden über der Meiningen (Thüringen).












