Wetter kippt vor Ostern - Polarluft verdrängt Frühling
Der Frühling bis Ostern unter Druck. Ein Kaltlufttropfen zieht am Wochenende über Deutschland hinweg und bringt über dem Osten und Süden ein paar Regentropfen. Zum Beginn der neuen Woche setzt sich erneut ein Keil des Hochdrucksystems über dem Atlantik durch, doch drückt die Frontalzone mächtig gegen das Hoch und drängt es weiter auf den Atlantik zurück. Infolgedessen stellt sich zum Beginn der Osterferien eine meridional verlaufende Grundströmung ein, welche bis Ostern kalte Luftmassen polaren Ursprungs aus nördlichen Richtungen nach Deutschland führen kann. Frühlingshaft warmes Osterwetter ist dann nur noch unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Ein kleinräumiger Kaltlufttropfen beginnt heute damit, das dominierende Hoch an seinen südlichen Gradienten zu unterwandern. Das macht sich über dem Norden mit aufziehender Bewölkung bemerkbar, was am Freitag über dem Osten und entlang der Mittelgebirge vereinzelte Regentropfen bringen kann, die sich am Samstag über Teilen von Bayern und Baden-Württemberg verlagern. Viel an Niederschlag ist jedoch nicht zu erwarten und am Sonntag löst sich der Kaltlufttropfen bei Temperaturen von +10 bis +15 Grad auch schon wieder auf.
Blockierte Frontalzone und der Frühling über Deutschland
Die Vorhersage-Modelle haben im Vergleich zu den vergangenen 24 Stunden eine Korrektur vorgenommen. Das Hoch erweist sich als stabiler und lässt zum Beginn der neuen Woche die Frontalzone zunächst noch auflaufen. So zeigt sich der Himmel nördlich einer Linie zwischen dem Saarland und Berlin häufiger mal bewölkt, doch bleibt es trocken. Weiter nach Süden setzt sich nach Auflösung frühmorgendlicher Nebelfelder die Sonne durch. Die Temperaturen steigen bis Dienstag auf +14 bis +18 Grad an. Wer es genauer wissen möchte: Wetter März.

Das Wetter kippt vor Ostern in den Spätwinter
Die Wetterprognose des europäischen Wettermodells favorisiert einen Umbau der Großwetterlage bereits seit mehreren Tagen und bestätigt heute ein Kippen des Wetters zum Beginn der Osterferien. Dem Hoch gelingt es nicht mehr, seinen Hochdruckkeil aufrecht zu erhalten und zieht sich weiter nach Westen - auf den Atlantik - zurück. Die Frontalzone positioniert sich in der Zwischenzeit mit einem Tief zwischen dem europäischen Nordmeer und Skandinavien. Damit sind die Voraussetzungen für eine meridional verlaufende Grundströmung (Nord-Süd; Süd-Nord) erfüllt.
Zum Beginn der Osterferien: wildes, launisches und phasenweise chaotisches Aprilwetter
Die Frontalzone rauscht zum 25. März mitsamt hochreichender Polarluft nach Süden und erreicht zum 26. März die Alpen. Was folgt ist mit Höchstwerten von +4 bis +8 Grad und örtlich mit bis +1 Grad ein Temperatursturz, was den zeitweiligen Niederschlag bis auf tiefere Lagen herab als Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer niedergehen lassen kann. Oberhalb etwa 400 bis 900 Meter können sich winterliche Wetterverhältnisse einstellen. Da es sich zudem um labil geschichtete Höhenkälte handelt, lassen sich kurze Wintergewitter nicht ausschließen.
Ostertrend: Kein Frühling
Die Trogwetterlage erhält sich nach dem Wettertrend des europäischen Wettermodells bis Ostern über Mitteleuropa. Das Hoch blockiert die Frontalzone auf dem Atlantik, was wiederum dazu führt, dass die Tiefdrucksysteme einen weiten Umweg über die nördlichen Breiten nehmen müssen, um nachfolgend am östlichen Hochdruckrücken nach Süden auszutrogen. Zwar schwächt sich der Trog insgesamt ab, doch ist bei Temperaturen von +5 bis +10 Grad nicht mit frühlingshaftem Wetter zu rechnen.
Zeitweiliger - meist leichter - Niederschlag ist möglich, was die Temperaturen auf bis +3 Grad absinken lassen kann. Kommt die Sonne zum Vorschein, können bis +12 Grad möglich sein. Die Schneefallgrenze schwankt großzügig zwischen 400 und 1.100 Meter.

Osterferien: Kaltluft mit Schnee
Die Osterprognose des amerikanischen Wettermodells ist im Verlauf ähnlich, wenngleich es in den Details ein paar Unterschiede gibt. Das Hoch verlagert sich im Verlauf der kommenden Woche raus auf den Atlantik, blockiert die Frontalzone und provoziert zum Beginn der Osterferien einen Trogabgang über Mitteleuropa. Hochreichende Polarluft flutet Deutschland, Österreich und die Schweiz, was bis zum 27. März einen Temperatursturz auf +4 bis +8 Grad zur Folge hat.
Die labile Schichtung der höhenkalten Luftmasse sorgt für zahlreiche Schauer, welche regional auch von Graupelgewittern begleitet werden können. Oberhalb etwa 500 bis 1.000 Meter können sich phasenweise winterliche Wetterbedingungen einstellen.
Osterprognose - Kaltlufttropfen mit strammer Ostwetterlage
Im Zeitraum bis Ostern gelingt es dem Hoch auf dem Atlantik die Blockade zwischen den Azoren und Island zu intensivieren und Teile des Polarwirbels nach Süden auszutrogen. Anfang April wird ein Trog durch das Hoch abgeschnürt und zieht in Form eines Kaltlufttropfens über Mitteleuropa hinweg.
Schneefall möglich
Die Temperaturen gehen mit +3 bis +6 Grad noch weiter zurück und können sich in Schauernähe dem Gefrierpunkt annähern. In den Nächten ist bei Werten von -4 bis +3 Grad mit Frost zu rechnen, was den Niederschlag teils bis auf tiefere Lagen als Schnee niedergehen lässt. Insbesondere über den südlichen Landesteilen kann sich vor dem Osterfest eine Schneedecke ausbilden.

Die Wettervorhersage auf den Punkt gebracht: Bis Ostern - Schneefall nicht auszuschließen
Geht es nach der Wetterprognose der Vorhersage-Modelle, so hat der Frühling kaum eine Chance, sich bis Ostern durchzusetzen. Eher das Gegenteil ist mit Trogvorstößen und der Zufuhr arktischer Kaltluftmassen der Fall, was den Winter teils bis auf die höheren mittleren Lagen zurückbringen kann, während sich über den Lagen darunter wildes und phasenweise auch chaotisches Aprilwetter durchsetzen kann.
Welches Wetter wahrscheinlich ist
Die Temperaturprognose der Kontrollläufe hat in den vergangenen 24 Stunden eine Korrektur nach unten erfahren. So ist bis zum 24. März mit einer Temperaturanomalie von +1 bis +2 Grad zu rechnen. Nachfolgend sinkt die Anomalie mit -1,5 bis +0,5 Grad in den normalen bis leicht zu kühlen Bereich ab. Die Wahrscheinlichkeit für winterliche Wetterverhältnisse bis auf tiefere Lagen herab hat sich von 21 auf 24 Prozent jedoch nur geringfügig erhöht. Anders sieht es in Höhenlagen oberhalb etwa 1.000 Meter aus - dort liegt die Wahrscheinlichkeit bei rund 54 Prozent.

These: der Frühling zum Osterfest
Nein, eine Großwetterlage, welche den Frühling an Ostern nach Deutschland bringt, sieht definitiv anders aus. Doch wer bei uns schon eine Weile zu Gast ist, der kennt unsere These einer gestörten Zirkulation über die Osterfeiertage hinweg. Dabei kippt das Blockadehoch auf dem Atlantik nach Osten ab und erstreckt sich von England bis nach Skandinavien und dem westlichen Russland. Deutschland, Österreich und die Schweiz würden in den Einflussbereich der Hochdruckzone gelangen.
Die Folgen für das Osterwetter: Die kalten Luftmassen polaren Ursprungs werden blockiert und mit einer gradientenschwachen Ostanströmung der Luftmassen sind Temperaturen von +12 bis +16 Grad und örtlich bis +18 Grad möglich. Kurzum: wir schreiben - trotz der gegenteiligen Prognosen der Vorhersage-Modelle - ein frühlingshaft warmes und trockenes Osterwetter nicht ab. Zum besseren Verständnis haben wir eine solche Wetterentwicklung nachfolgend anhand ausgesuchten Kontrollläufen gegenübergestellt. Schaun mer mal, was aus dieser These in den kommenden Tagen und Wochen wird.

Wetterdaten April 2026
Top-10 Extremwerte April 2026
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Wert Datum Station Bundesland 25,2 05.04.2026 Regensburg Bayern 24,9 11.04.2026 Wolfach Baden-Württemberg 24,6 05.04.2026 Kiefersfelden-Gach Bayern 24,6 05.04.2026 Simbach - Inn Bayern 24,3 17.04.2026 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 24,2 05.04.2026 Emmendingen-Mundingen Baden-Württemberg 24,2 05.04.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 24,2 05.04.2026 Trostberg Bayern 24,2 08.04.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 10,4 18.04.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland -16,3 01.04.2026 Zugspitze Bayern -8,2 01.04.2026 Oberstdorf Bayern -6,6 01.04.2026 Oy-Mittelberg-Petersthal Bayern -6,4 08.04.2026 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen -6,3 08.04.2026 Baruth Brandenburg -6,3 10.04.2026 Sohland - Spree Sachsen -5,8 02.04.2026 Königshofen, Bad Bayern -5,7 03.04.2026 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg -5,7 09.04.2026 Muskau, Bad Sachsen -5,4 08.04.2026 Barth Mecklenburg-Vorpommern -
Wert Datum Station Bundesland 27,9 18.04.2026 Liebenau-Haueda Hessen 26,5 18.04.2026 Driburg, Bad-Pömbsen Nordrhein-Westfalen 26,1 18.04.2026 Borgentreich Nordrhein-Westfalen 25,2 18.04.2026 Newel Rheinland-Pfalz 22,2 18.04.2026 Driedorf Hessen 21,9 18.04.2026 Riol Rheinland-Pfalz 21,7 11.04.2026 Baden-Baden-Geroldsau Baden-Württemberg 21,6 18.04.2026 Königswinter-Heiderhof Nordrhein-Westfalen 21,1 18.04.2026 Arolsen-Landau, Bad Hessen 21,0 18.04.2026 Warburg Nordrhein-Westfalen -
Wert Station Bundesland 50,2 Oppenau Oberes Renchtal Baden-Württemberg 48,0 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg 45,5 Königswinter-Heiderhof Nordrhein-Westfalen 40,3 Baden-Baden-Geroldsau Baden-Württemberg 39,9 Driedorf Hessen 39,2 Driburg, Bad-Pömbsen Nordrhein-Westfalen 38,4 Rüthen Nordrhein-Westfalen 38,3 Malsburg-Marzell Baden-Württemberg 37,4 Reichshof-Eckenhagen Nordrhein-Westfalen 37,4 Willingen - Hochsauerland Hessen -
Wert Station Bundesland 0,0 Neckartailfingen Baden-Württemberg 0,0 Winden Baden-Württemberg 0,1 Berlin-Schmöckwitz - Dahme Berlin 0,2 Berlin-Schmöckwitz Berlin 0,2 Neutrebbin Brandenburg 0,5 Forst-Klein Bademeusel Brandenburg 0,6 Brunn-Roggenhagen Mecklenburg-Vorpommern 0,6 Berlin Brandenburg Brandenburg 0,8 Stralsund Mecklenburg-Vorpommern 0,9 Cottbus Brandenburg -
Wert Datum Station Bundesland 117,0 05.04.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 111,6 05.04.2026 Leuchtturm Kiel Schleswig-Holstein 106,6 05.04.2026 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 103,0 05.04.2026 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen 101,2 05.04.2026 Fichtelberg Sachsen 101,2 05.04.2026 Großer Arber Bayern 95,4 05.04.2026 Strucklahnungshörn Schleswig-Holstein 94,7 05.04.2026 Weinbiet Rheinland-Pfalz 92,9 05.04.2026 List auf Sylt Schleswig-Holstein 91,8 05.04.2026 Hallig Hooge Schleswig-Holstein -
Wert Station Bundesland 149,9 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 149,1 Manschnow Brandenburg 148,6 Büsum Schleswig-Holstein 148,1 Hamburg-Sankt Pauli Hamburg 147,5 Alzey Rheinland-Pfalz 147,5 Hallig Hooge Schleswig-Holstein 147,4 Sankt Peter-Ording Schleswig-Holstein 146,8 Strucklahnungshörn Schleswig-Holstein 146,6 Perl-Sinz-Renglischberg Saarland 145,5 Angermünde Brandenburg -
Wert Station Bundesland 57,5 Meiningen Thüringen 84,1 Schwarzburg Thüringen 86,3 Mittenwald - Obb. Bayern 89,6 Elster, Bad-Sohl Sachsen 89,8 Kohlgrub, Bad (Rosshof) Bayern 90,1 Reit im Winkl Bayern 90,2 Piding Bayern 91,2 Carlsfeld Sachsen 91,9 Zwiesel Bayern 93,0 Regensburg Bayern
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im April 2026 beträgt 9,1 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 1,8 °C (91/20 0,1 °C). Am 05.04.2026 konnte mit 25,2 °C über Regensburg (Bayern) die höchste und am 01.04.2026 mit -16,3 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 10,5 °C Saarland. Frischer ist der April 2026 mit einem Durchschnittswert von 7,6 °C bisweilen über Mecklenburg-Vorpommern.
Im April 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 14,3 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 24 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 4 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 122,0 Stunden ihren Sollwert von 152,7 Stunden zu 80 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 149,9 Stunden über der Leuchtturm Alte Weser (Niedersachsen). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 57,5 Stunden über der Meiningen (Thüringen).











