Wetter-Krimi vor Ostern: Blockadehoch setzt Frühling unter Druck
Wie wird das Wetter Ostern 2026 - die Fragen zum Ostertrend mehren sich in den vergangenen Tagen. Grund ist eine Wetterumstellung, welche die frühlingshafte Wetterlage abrupt beendete und Schneefall bis auf die mittleren Lagen möglich machte. Kurz vor den Osterferien kippt die Wetterlage erneut und stellt die Weichen für das Osterwetter. Dabei stehen sich der Winter und der Frühling gegenüber. Welche Wetterlage sich letztlich zum Fest durchsetzen wird, hängt von der Positionierung der Wettersysteme ab und da bieten die Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle heute interessante Ansätze.

Ein Hochdrucksystem setzt sich in den kommenden Stunden über Skandinavien durch und dreht die Grundströmung über Deutschland auf östliche Richtungen. Die Niederschlagstätigkeit klingt heute ab, die Wolken lockern auf und zum Nachmittag zeigt sich die Sonne häufiger. Zur Wochenmitte lässt sich verbreitet ein von Wolken befreiter Himmel bestaunen und die Sonne genießen. Die Temperaturen steigen mit +12 bis +16 Grad und örtlich mit bis +18 Grad in den frühlingshaften Bereich an.
Vollständig gestörte Zirkulation und ein Kaltlufttropfen
In der zweiten Wochenhälfte zieht sich das Hoch etwas nach Westen zurück und lässt an seinem südlichen Gradienten einen Kaltlufttropfen passieren (Höhentief), welcher am Freitag und Samstag von Ost nach West über Deutschland hinwegzieht. Nach einem noch verbreitet trockenen und sonnigen Donnerstag nimmt die Bewölkung von Norden und Osten zu. Am Freitag sind über dem Osten und am Samstag über Teilen von Baden-Württemberg und Bayern ein paar Regentropfen möglich. Sonst bleibt es bei aufgelockerter Bewölkung vielfach sonnig und trocken. Mit einem strammen Ostwind gehen die Temperaturen auf +5 bis +10 Grad zurück und die Schneefallgrenze schwankt großzügig zwischen 500 und 1.100 Meter. Wer es genauer wissen möchte: Wetter März.

Kurz vor den Osterferien - Schneefall bis auf tiefere Lagen herab
Dem Frühling ist (noch) nicht zu trauen. Zu instabil ist der Polarwirbel und sollte sich das Blockadehoch über den nördlichen Breiten so verlagern, wie es die Wetterprognose des europäischen Wettermodells aktuell berechnet, kippt die Grundströmung zum Beginn der Osterferien von Ost auf Nord und führt kalte Luftmassen polaren Ursprungs nach Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Die Temperaturen sinken vom 26. bis 28. März auf +4 bis +8 Grad ab und können über der Südhälfte mit +0 bis +5 Grad im nasskalten Bereich liegen. Da Höhenkälte eine Rolle spielt, kann der zeitweilige Niederschlag bis auf tiefere Lagen als Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer niedergehen. Kurze Gewitter sind möglich und oberhalb etwa 400 bis 900 Meter (von Nord nach Süd absinkend) kann mit winterlichen Wetterbedingungen gerechnet werden.
Osterprognose: Kein Winter, aber auch kein Frühling
In der Zeit bis Ostern verändert sich die Großwetterlage nach dem europäischen Wettermodell nur geringfügig. Das Hoch bleibt über dem Atlantik verankert und erstreckt sich zwischen den Azoren und Island als Blockadehoch. Die Frontalzone wird weit nach Norden verschoben und zeigt Anfang April immer wieder Ansätze, um über Mitteleuropa nach Süden auszutrogen.
Das ist keine frühlingshafte Wetterentwicklung - doch auch der Winter schafft es nicht mehr, Akzente zu setzen. Stattdessen stellt sich über Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Pattsituation ein. Die Folge: eine vor Ostern gradientenschwache Wetterentwicklung bei der sich die Temperaturen zwischen +10 und +15 Grad einpendeln können.

Statt Schneefall Frühlingswetter
Ganz ähnlich ist die Osterprognose des amerikanischen Wettermodells, jedoch mit deutlichen Unterschieden im Detail. Die Gemeinsamkeiten liegen jedoch in einem sich nach Westen verlagernden Hochdrucksystem, welches sich um den 25. März auf dem Atlantik als Blockadehoch positioniert. Der spätwinterliche Trog der Europäer wird auch von den Amerikanern gestützt, jedoch geht dieser nicht über Deutschland, sondern zwischen Frankreich und Spanien nieder. Deutschland gelangt in die Vorderseitenanströmung des Troges, was mit +14 bis +18 Grad und örtlich bis +20 Grad frühlingshafte Temperaturen zur Folge haben kann. Die Unterschiede der beiden Vorhersage-Modelle sind ein gutes Beispiel hierfür, wie sehr es bei einem Trogabgang auf die Positionen ankommt.
Der Winter vor Ostern in Lauerstellung
Diese halbwegs frühlingshafte Wetterlage bleibt noch bis zum Beginn der Osterferien erhalten, jedoch wird das Blockadehoch kräftiger und erstreckt sich Anfang April zwischen Grönland, Island, Skandinavien und kann zwischen Island und England eine Querverbindung zu den Azoren aufbauen. Kurz vor Ostern verlagert sich der Hochdruckkern weiter in Richtung Island und Grönland und provoziert eine absolut gestörte Zirkulation.
Die Frontalzone wird vollständig blockiert und zwischen Kanada und Grönland außer Kraft gesetzt. Zudem triggert das Hoch den Polarwirbel zwischen der Karasee und Barentssee nach Süden auszutrogen, sodass polare Luftmassen über Skandinavien bis nach Deutschland geführt werden können. Die Betonung liegt auf können, da es auch hier sehr darauf ankommt, wie sich die Wettersysteme zueinander positionieren. Zwischen einem winterlichen Volltreffer
bis hin zu einem Streifschuss polarer Luftmassen
ist alles möglich.
Unter dem Strich aber bestätigt auch die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells vor Ostern keine frühlingshafte Wetterlage.

Auf den Punkt gebracht: Bis Ostern - Winter und Frühling stehen sich gegenüber
Keine Frage - der Frühling wird sich durchsetzen. Die Frage ist im Moment, ob das vor, über oder nach Ostern der Fall sein wird. Die Vorhersage-Modelle favorisieren einen Frühlingsdurchbruch eher nach Ostern. Zuvor stellt sich ein launisches Aprilwetter ein, was neben Regen auch Schnee, Schneeregen oder Graupel möglich machen kann.
Welches Wetter wahrscheinlich ist
Die Kontrollläufe haben ihren Wettertrend im Vergleich zu den vergangenen 24 Stunden etwas korrigiert. Der Zeitraum bis zum 23. März fällt mit einer nur geringen Niederschlagswahrscheinlichkeit weitgehend trocken aus. Darüber hinaus steigt die Niederschlagswahrscheinlichkeit bis in den April hinein in den schwach bis leicht erhöhten Bereich an.
Die frühlingshaften Temperaturen zur Wochenmitte enden zum Wochenende. Im Zeitraum bis Ostern stellt sich mit um die +10 Grad-Marke schwankenden Temperaturen ein für die Jahreszeit typisches Niveau ein. Das Spektrum der Temperaturen in 1.500 Meter Höhe ist mit +8 bis -12 Grad breit gestreut. Zum Vergleich - damit winterliche Wetterbedingungen bis auf das Flachland herab möglich sind, müssen die Höhenwerte zwischen -8 und -10 Grad betragen. Nimmt man die Varianten, welche in diesem Bereich liegen, ergibt sich für winterliche Wetterverhältnisse vor Ostern eine Wahrscheinlichkeit von rund 21 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit für frühlingshaft warmes Osterwetter liegt bei 20 Prozent. Wechselhaftes, launisches, gemäßigt warmes und apriltypisches Wetter ist und bleibt der Favorit der Kontrollläufe.

These: Gestörte Zirkulation dominiert das Wetter über Ostern
Wer unsere Osterprognosen verfolgt, kennt unsere These einer gestörten Zirkulation über die Osterfeiertage hinweg. Die Amerikaner stützen die These eines Blockadehochs über den nördlichen Breiten nur bedingt, während die Europäer keinen Ansatz eines Blockadehochs über den nördlichen Breiten berechnen. Doch wir rücken von unserer These eines Blockadehochs zwischen Grönland und Skandinavien nicht ab, denn das ist das Muster, das sich der Erfahrung nach aus der aktuellen Konstellation der Wettersysteme ergeben kann.
Welche Folgen das für das Osterwetter hat? Mit einer Ostanströmung der Luftmassen sind Temperaturen von +12 bis +16 Grad und örtlich bis +18 Grad möglich. Kurzum - wir schreiben ein frühlingshaft warmes und trockenes Osterwetter nicht ab. Schaun mer mal, was aus dieser These in den kommenden Tagen und Wochen wird.
Wetterdaten Juli 2026
Top-10 Extremwerte Juli 2026
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Wert Datum Station Bundesland 34,9 07.07.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 34,8 07.07.2026 Freiburg Baden-Württemberg 34,8 07.07.2026 Lahr Baden-Württemberg 34,7 07.07.2026 Ohlsbach Baden-Württemberg 34,6 07.07.2026 Emmendingen-Mundingen Baden-Württemberg 34,6 07.07.2026 Wutöschingen-Ofteringen Baden-Württemberg 34,4 07.07.2026 Rheinau-Memprechtshofen Baden-Württemberg 34,2 07.07.2026 Müllheim Baden-Württemberg 34,1 07.07.2026 Wolfach Baden-Württemberg 13,0 09.07.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland -1,5 02.07.2026 Zugspitze Bayern 4,5 04.07.2026 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg 5,5 04.07.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 6,1 04.07.2026 Gilserberg-Moischeid Hessen 6,4 04.07.2026 Carlsfeld Sachsen 6,6 04.07.2026 Lobenstein, Bad Thüringen 6,6 04.07.2026 Wernigerode-Schierke Sachsen-Anhalt 6,7 04.07.2026 Königshofen, Bad Bayern 6,8 04.07.2026 Elster, Bad-Sohl Sachsen 6,8 04.07.2026 Fichtelberg Sachsen -
Wert Datum Station Bundesland 54,8 01.07.2026 Attenkam Bayern 54,3 01.07.2026 Ostritz Sachsen 51,8 01.07.2026 Bockhorn - Oberbayern -Grünbach Bayern 51,2 01.07.2026 Oberbergkirchen-Schörging Bayern 47,2 01.07.2026 Waakirchen-Demmelberg Bayern 46,8 01.07.2026 Kreuth-Glashütte Bayern 46,2 01.07.2026 Osterhofen-Thundorf Bayern 46,1 05.07.2026 Tacherting-Spreit Bayern 45,3 01.07.2026 Eichendorf Bayern 45,2 01.07.2026 Ottobeuren Bayern -
Wert Station Bundesland 75,6 Finsing Bayern 70,0 Obere Firstalm - Schlierseer Berge Bayern 69,2 Lengefeld-Reifland Sachsen 65,3 Haimhausen-Ottershausen Bayern 65,1 Waakirchen-Demmelberg Bayern 64,7 Oberschleißheim Bayern 64,6 Ostritz Sachsen 63,2 Sontheim Bayern 62,7 Kreuth-Glashütte Bayern 62,7 Mering (Bauhof) Bayern -
Wert Station Bundesland 0,0 Alfter-Volmershoven Nordrhein-Westfalen 0,0 Alzey Rheinland-Pfalz 0,0 Aura im Sinngrund Bayern 0,0 Aßlar Klein-Altenstädten Hessen 0,0 Bergtheim Bayern 0,0 Bergzabern, Bad Rheinland-Pfalz 0,0 Berus Saarland 0,0 Biblis Hessen 0,0 Bischbrunn-Oberndorf Bayern 0,0 Blankenheim-Ahrhütte Nordrhein-Westfalen -
Wert Datum Station Bundesland 101,9 07.07.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 95,8 03.07.2026 Greifswalder Oie Mecklenburg-Vorpommern 91,8 03.07.2026 List auf Sylt Schleswig-Holstein 88,9 02.07.2026 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 88,6 03.07.2026 Hallig Hooge Schleswig-Holstein 87,8 07.07.2026 Weinbiet Rheinland-Pfalz 87,5 02.07.2026 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen 86,4 03.07.2026 Strucklahnungshörn Schleswig-Holstein 86,0 03.07.2026 Arkona Mecklenburg-Vorpommern 86,0 03.07.2026 Darßer Ort (SWN) Mecklenburg-Vorpommern -
Wert Station Bundesland 112,4 Müllheim Baden-Württemberg 111,3 Rheinfelden Baden-Württemberg 111,2 Tholey Saarland 111,0 Perl-Sinz-Renglischberg Saarland 110,8 Kandern-Gupf Baden-Württemberg 109,8 Saarbrücken-Burbach Saarland 109,6 Hornisgrinde Baden-Württemberg 109,2 Weiskirchen - Saar Saarland 108,7 Perl-Nennig Saarland 107,9 Buchenbach Baden-Württemberg -
Wert Station Bundesland 29,3 Emden Niedersachsen 29,8 Dörpen Niedersachsen 32,8 Wittmundhafen Niedersachsen 33,0 Bremerhaven Bremen 34,7 Groß Berßen Niedersachsen 34,8 Hohn Schleswig-Holstein 34,9 Wacken Schleswig-Holstein 35,4 Worpswede-Hüttenbusch Niedersachsen 35,7 Rotenburg (Wümme) Niedersachsen 35,8 Quickborn Schleswig-Holstein
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im Juli 2026 beträgt 18,8 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 1,9 °C (91/20 0,4 °C). Am 07.07.2026 konnte mit 34,9 °C über Rheinfelden (Baden-Württemberg) die höchste und am 02.07.2026 mit -1,5 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 21,6 °C Saarland. Frischer ist der Juli 2026 mit einem Durchschnittswert von 16,4 °C bisweilen über Schleswig-Holstein.
Im Juli 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 12,3 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 15 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 2 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 65,3 Stunden ihren Sollwert von 211,9 Stunden zu 31 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 112,4 Stunden über der Müllheim (Baden-Württemberg). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 29,3 Stunden über der Emden (Niedersachsen).











