Wetter Ostern 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Ostern 2019 aktuelle Wetterprognose vom 31.03.2019 - Hochdruckdominanz bleibt zu Ostern ein Thema

Ein Trog dominiert zunächst das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz, bevor sich in der zweiten April-Dekade - und damit vor Ostern - über dem skandinavischen Raum eine gestörte Zirkulation aufbauen kann.

Eine Trogwetterlage baut sich in den kommenden Tagen westlich von Europa auf und beeinflusst zum großen Teil auch das Wettergeschehen über Deutschland. Die Trogposition ist entscheidend, ob die Temperaturen frühlingshaft mild, oder leicht unterkühlt ausfallen werden. Zum aktuellen Stand ist im Zeitraum vom 2. bis 6. April mit einem unbeständigen und leicht unterkühlten Wettercharakter zu rechnen. Mehr Details in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter April 2019.

Das Osterwetter hat noch viele Optionen
Das Osterwetter hat noch viele Optionen

Skandinavienhoch?

In der Wetterprognose bis zum 14. April zeichnete sich in den letzten Berechnungen der Prognose-Modelle eine Hochdruckentwicklung über dem skandinavischen Raum ab. Ob sich dieses Hochdrucksystem aber tatsächlich wird ausbilden können - und damit das Wetter in der Zeit vor Ostern und den Osterferien wird beeinflussen können - hängt von mehreren Faktoren ab, welche wir uns heute einmal genauer anschauen.

Amerikanischen Prognosemodell: Vollständig gestörtes Zirkulationsmuster

Daran hat sich in der Wetterprognose im Verlauf des Tages nichts verändert. Im Zeitraum vom 5. bis 10. April dehnt sich das Kontinentalhoch bis über Skandinavien aus und etabliert dort bis zum 11. April ein autarkes Hochdruckgebiet. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen mehr und mehr in eine östliche und leicht unbeständige Grundströmung, die Temperaturen bewegen sich in einem zunehmend frühlingshaft warmen Bereich.

Zwischen Frühlingswetter und Kaltluftausbrüchen

Im Zeitraum vor Ostern dehnt sich das Hoch weiter nach Westen aus und etabliert bis zum 15. April eine Hochdruckzone von Grönland über Island bis über das westliche Russland reichend. Bleibt die Hochdruckzone so bestehen, ist der Wettercharakter zum Start in die Osterferien in einigen Bundesländern frühlingshaft mild und weitgehend trocken.

Dehnt sich das Hoch aber weiter nach Westen in Richtung Grönland aus, so besteht die Gefahr, dass die Tiefdrucksysteme vom europäischen Nordmeer aus nach Süden abtropfen und kalte Luft in Richtung Deutschland, Österreich und die Schweiz führen. Unter bestimmten Voraussetzungen wären nochmals Graupelschauer bis auf tiefere Lagen herab möglich.

Gestörtes Zirkulationsmuster - dehnt sich das Hoch zu weit nach Westen aus, wird es von Norden kälter
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Gestörtes Zirkulationsmuster - dehnt sich das Hoch zu weit nach Westen aus, wird es von Norden kälter © www.meteociel.fr

Aussichten für das Wetter an Ostern 2019

Welche Auswirkungen hat das auf das Wetter über die Osterfeiertage? Das Zirkulationsmuster hat im Verlauf der zweiten April-Dekade eine hohe Wahrscheinlichkeit für ein gestörtes Zirkulationsmuster. Anders formuliert hat eine stringente Westwetterlage - zum aktuellen Stand - mit Wind, Sturm und Regen eine nur sehr geringe Relevanz.

Das gestörte Zirkulationsmuster

Das dieses bis zum 10. April sehr wahrscheinlich ist, zeigt sich in den aktuellen Druckanomalien. Geordnete Verhältnisse sind nicht zu erkennen und zwischen den beiden Hochdrucksystemen tropfen die Tiefdruckgebiete nach Süden - über Mitteleuropa - ab.

Druckanomalie bis 10. April
Druckanomalie bis 5. April - Trog Mitteleuropa © climatereanalyzer.org

Hochdruckdominanz

Schaut man sich den Mittelwert aller Kontrollläufe an, so wird eines ersichtlich: Ein normales - und damit von Ost nach West verlaufendes - Strömungsmuster ist nicht zu erkennen. Stattdessen wird eine von Ost nach West verlaufende Grundströmung der aktuellen Wetterprognosen für das Wetter vor Ostern gestützt. Soll heißen, dass eine stabile Großwetterlage durchaus möglich ist. Doch damit nicht genug. Der Wettertrend war vor ein paar Tagen ganz ähnlich und wird heute nochmals gestützt, was die Eintreffwahrscheinlichkeit erhöht.

Frühlingshoch kurz vor dem Osterfest?
Mittelwert aller Kontrollläufe: Frühlingshoch kurz vor dem Osterfest? © www.meteociel.fr

Final Warming in Stratosphärenhöhe - Turbulenzen sind weiterhin möglich

In Stratosphärenhöhe schwächt sich der Polarwirbel ab und erfährt weitere Warmlufteinschübe. Das ist für Mitte April was völlig normales, doch bedeutet es auch, dass die Schwankungen - und damit die Unsicherheiten - zunehmen werden. Sowohl der AO-Index, wie auch NAO-Index werden Mitte April leicht negativ berechnet. Anders formuliert sind Kaltluftausbrüche zur Monatsmitte nicht auszuschließen und bleiben - zum aktuellen Stand - im Bereich des Möglichen.

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Zonale Winde in Stratosphärenhöhe zunächst positiv, dann erfolgt der Absturz

Bestätigt werden diese Unsicherheiten in Form der zonalen Winde, welche aktuell mit 89 km/h außergewöhnlich positiv sind. Bis zum 15. April aber normalisiert sich der Wert mit 0 km/h. Sprich: Die zonalen Winde kehren sich zur Monatsmitte um und schwächen den Polarwirbel in den unteren Luftschichten weiter ab. Das ist und bleibt ein Unsicherheitsfaktor, spricht aber auch für die gestörte Zirkulation.

Der Stratosphärenwirbel schwächt sich weiter ab
Berechnung Stratosphäre nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Der Stratosphärenwirbel schwächt sich weiter ab © www.meteociel.fr

Wetterprognose des Langfristmodells: Ostern 2019 zu warm?

Das Langfristmodell berechnet zum aktuellen Stand den April 2019 mit einer Abweichung der Temperaturen von +0,5 bis +1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm. Das ist für dem Moment noch weniger signifikant, aber schon einmal ein Indiz. Viel wichtiger ist, dass der April 2019 deutlich zu trocken berechnet wird, was für die weiter oben angedeutete Hochdruckdominanz spricht. Das stützt sowohl die Kontrollläufe, als auch die aktuellen Wetterprognosen.

Auf den Punkt gebracht

Die Details für das Wetter an Ostern 2019 bleiben weiterhin offen. Zur zweiten April-Dekade aber bestätigt sich eine zunehmend gestörte Zirkulation, was den Spielraum der Wetterentwicklung zwischen einer Hochdruckdominanz und einem Kaltluftausbruch vor Ostern beschränkt. Eine aktiv-dynamische Westwetterlage hat - zum aktuellen Stand - kaum eine Relevanz.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken


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