Aktuell ergeben sich nach den Berechnungen der Wettermodelle für Ende März / Anfang April drei mögliche Wetterentwicklungen, beider eine besonders hervor sticht und auch von den Kontrollläufen weitgehend gestützt wird.

Ein kräftiger Tiefdruckwirbel baut sich Ende März im Bereich zwischen Neufundland, den Azoren und Island aus und drängt das bis dahin frühlingshafte Hochdrucksystem über Mitteleuropa nach Osten ab. In Folge dessen können Vorderseitig sehr warme Luftmassen nach Deutschland geführt werden, welche am 31. März, bzw. am 1. April ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen könnten. Simuliert werden Tageshöchstwerte im Bereich zwischen +16/+21 Grad, örtlich wären auch bis +23 Grad möglich (s. Wetter April).

Wetterumschwung Anfang April wird zunehmend wahrscheinlicher

Das atlantische Tiefdrucksystem nähert sich nach dem Berechnungen der Wettermodelle in den ersten April-Tagen dem skandinavischen Raum und beeinflusst zunehmend das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Neben zurückgehenden Temperaturen ist dann auch wieder vermehrt mit Niederschlägen zu rechnen. Bereits zum 2. April kann sich die atlantische Frontalzone über Skandinavien positionieren, was einen wechselhaften und unbeständigen Wettercharakter vom 1./7. April über Deutschland wahrscheinlicher macht.

Temperaturen auf Jahreszeit-typischen Niveau

Die Kontrollläufe berechnen einen klaren Temperaturtrend Anfang April: von warm zu normal. Deutlicher zeigt dieser sich in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (< +8), normal (+9/+14), zu warm (>+15), welche am 1. April bei 20/35/45 und am 7. April bei 25/50/25 liegen. Zudem stützen die Kontrollläufe weiterhin einen mit einer leichten bis mäßigen Niederschlagserwartung einen unbeständigen Wettercharakter im ersten April-Drittel (s. Wetter Frühling und Sommer 2017). Diagramm für Wahrscheinlichkeiten der Temperaturentwicklung Ostern 2017

Großwetterlage mit Wiederholungsneigung zu Ostern?

Ein unbeständiger und wechselhafter Wettercharakter hält nicht ewig an und sollten die Tiefdrucksysteme tatsächlich wie berechnet das erste April-Drittel beeinflussen können, so steigen die Chancen auf eine Wiederholungsneigung vom Hochdruckaufbau im Bereich zwischen England, Skandinavien und Deutschland im zweiten April-Drittel und damit zu den Osterferien, bzw. zu Ostern an. Unterstützung dieser These kommt vom Langfristmodell, welcher den April mit einer Abweichung der Temperaturen von +1/+2 Grad zwischenzeitlich deutlich zu warm berechnet. Der eigentliche Hinweis zeigt sich aber in der Niederschlagsberechnung: der April soll deutlich zu trocken ausfallen. Im Umkehrschluss: wenn das erste April-Drittel normal ausfällt und die Berechnungen des Langfristmodells eintreten sollen, dann ist ein zu warmes und auch zu trockenes zweites April-Drittel zu erwarten. Anders formuliert stehen die Chancen zum heutigen Stand nicht schlecht, als dass der Zeitraum um Ostern 2017 durchaus etwas mit dem Frühling gemeinsam haben könnte.

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