Die Simulationen der Wettermodelle für das Wetter bis Ende März betätigen nochmals die Hochdruckdominanz zwischen Island, England und Skandinavien, wobei in den Simulationen von heute Abend das Hochdruckkonstrukt nicht sonderlich weit nach Westen ausweicht und eher über dem skandinavischen Raum verbleibt, somit sind die Wahrscheinlichkeiten für einen kalten Ausklang im März herabzustufen. Zum Vergleich gab es heute Morgen und auch heute Nachmittag immer wieder Varianten der Wettermodelle, welche mit einer westlichen Verlagerung des Hochdrucksystems den Kaltluftzustrom in Richtung Mitteleuropa hätte ermöglichen können.

Vom 1./6. April berechnet das amerikanische Wettermodell die Verlagerung des Hochdrucksystems von den Azoren/England über Deutschland bis über das östliche Europa, was gerade in den ersten April-Tagen für etwas Niederschlag sorgen kann. Je weiter sich das Hoch über Osteuropa positioniert, desto mehr dreht die Grundströmung über Deutschland, Österreich und die Schweiz auf südliche, bzw. südwestliche Richtungen, was im Zeitraum vom 4./6. April die Temperaturen auf frühlingshaft milde Werte ansteigen lassen kann.

Drei Wetterentwicklungen sind vor, bzw. an Ostern denkbar

Mitte April ist die Natur schon weit fortgeschritten


Wie das Bild schön zeigt, ist die Natur Mitte April schon weit fortgeschritten und die Vegetation steht in voller Blüte. Kaltlufteinbrüche sind aber gerade im Zeitraum vom 6./13. April - zumindest der Statistik nach - noch möglich. Das bringt uns zu der ersten Variante: der Polarwirbel beeinflusst in den kommenden Tagen die Wetterentwicklung maßgeblich mit der Verfrachtung des aktiven Kältepols in Richtung Karasee und Barentssee, während sich zur gleichen Zeit von Kanada her ein Hochdrucksystem in Richtung Polregion vorschiebt. Das trägt nicht gerade zu einem stabilen Verhalten des Polarwirbels bei, was die Schwankungen entlang der Polarfront zunehmen lassen kann. Entsprechend hoch bleibt das Risiko für Trogwetterlagen, welche im Verlauf des ersten und auch zweiten April-Drittel für einen apriltypischen und abwechslungsreichen Wettercharakter sorgen kann.

In der zweiten Variante zeigt sich ein Wiederholungsmuster, bei der sich über dem skandinavischen Raum ein Hochdrucksystem positionieren kann. Das kommt gerade im April durchaus häufiger vor und beeinflusst das Wetter über Deutschland mit einer relativ trockenen Ostströmung, bei der die Temperaturen durchaus im frühlingshaften Bereich liegen können.

In der dritten Variante wird das Hochdrucksystem durch die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik weit nach Süden gedrückt, was den Spielraum für eine West, bzw. Nordwestwetterlage erhöht. Auch in dieser Variante wäre ein apriltypischer Wettercharakter an Ostern durchaus möglich.

Hochdruckdominanz im April?

Welche der Varianten ist wahrscheinlicher? Das Langfristmodell berechnet auch heute wieder eine Korrektur der Temperaturen im April. So liegt die Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert nun im Bereich zwischen +0,5/+2 Grad, wobei die Tendenz mehr in Richtung der +2 Grad geht. Viel interessanter ist aber die Niederschlagsentwicklung, welche den April deutlich zu trocken berechnet, was im Zusammenspiel mit zu warmen Temperaturen und zu wenig Niederschlag auf eine Hochdruckdominanz im April schließen lässt. Zusammenfassend ist bis zum 16./17. April für das Osterwetter noch einiges an Wetterentwicklungen möglich mit einer vorsichtigen Tendenz zu hohem Luftdruck.

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