Im letzten März-Drittel zeichnet sich mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Normalisierung des Temperaturtrends ab, bei der der Temperaturmittelwert dem des Jahreszeit üblichen Wertes entspricht. Schaut man etwas genauer hin, so sind in den Simulationen der Wettermodelle im letzten März-Drittel durchaus Turbulenzen im Zirkulationsmuster zu beobachten - welche für die Jahreszeit zwar normal sind, aber für die Wetterentwicklung an Ostern Anfang April eine entscheidende Rolle spielen können. Kaltluftphasen halten mit fortschreitendem Frühling für gewöhnlich nicht lange an und lösen sich nachfolgend häufig in ein normalisierendes Zirkulationsmuster auf, welches über Mitteleuropa überwiegend westlich und wechselhaft geprägt ist. Blickt man auf die aktuellen Simulationen des amerikanischen Wettermodells, so ist eine durchaus normale Temperaturentwicklung bis Ende März zu beobachten. Auch die Kontrollläufe stützen einen weitgehend normalen Temperaturverlauf bis zum Ende des Monats, so dass sich der Mittelwert des Temperaturspektrums um die +10 Grad Marke herum einpendeln kann. Blickt man auf die Entwicklung der Großwetterlage für das letzte März-Drittel, so ist diese als komplex zu bezeichnen. So ergeben sich zum heutigen Stand vier wesentliche Entwicklungsvarianten bis zum Monatsende. Zum einen kann das Azorenhoch in relativ flacher und weiter nach Westen verschobenen Position liegen und eine Verbindung zum Kontinentalhoch über dem westl. Russland wäre wenig aussichtsreich. Stattdessen gelingt es den Tiefdrucksystemen bei Island in einer nordwest-südost verlaufenden Tiefdruckrinne über Mitteleuropa eine abwechslungsreiche und überwiegend kühle bis mäßig milde Witterungsphase wahrscheinlicher zu machen. In der zweiten Variante zieht sich das Kontinentalhoch weiter nach Osten zurück, so dass mit einer "flachen" Position des Azorenhochs eine ebenfalls abwechslungsreiche, teils auch windige und mäßig milde Westwindwetterlage nicht auszuschließen ist. In der dritten Variante kann sich das Azorenhoch weiter nach Norden aufwölben, so dass auf dessen östlichen Strömungsgradienten die Tiefdrucksysteme in einem meridionalen Muster nach Mitteleuropa abfallen können (Trog Mitteleuropa), was wechselhaftes und teils kühles Wetter zur Folge haben kann. Die vierte Variante zeigt sich durch eine Hochdruckverbindung zwischen dem Azoren- und Kontinentalhoch über Mitteleuropa, so dass die Wetterlage an Ostern der der kommenden Woche recht ähnlich sein kann - frühlingshaft mild und überwiegend trocken. Anders ausgedrückt gibt es für eine Detailprognose noch zu viele Varianten für das Wetter an Ostern. Lediglich im Trend zeichnet sich eine Normalisierung ab, so dass die Jahreszeit-typischen Werte von +2/+15 Grad bei einem Mittelwert von rund +7,5 Grad nicht die unwahrscheinlichste Variante für das Osterwetter darstellt.

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