Auch in den zurückliegenden Simulationen der Wettermodelle wurde die omega-ähnliche Struktur immer wieder einmal berücksichtigt, der Trend der letzten Tage geht im zweiten April-Drittel jedoch in Richtung wechselhaftes und kühleres Wetter. In einigen Simulationen verlagert sich der Kältepol vom östlichen Kanada in Richtung Grönland und positioniert sich im Schwerpunkt zwischen Grönland und Skandinavien, so dass sich dort weitere Kaltluftmassen ansammeln könnten, die im Zusammenspiel mit einem Hoch bei Grönland und einem Tief über dem östlichen Skandinavien nach Süden ausbrechen können, was April-typisches Wetter zur Folge hat. Was hat das für Auswirkungen auf das Osterwetter? Das erste April-Drittel wird - zum heutigen Stand - zu warm und weitgehend hochdruckdominiert ausfallen, so dass sich im zweiten April-Drittel die Wahrscheinlichkeit für wechselhafteres und kühleres Wetter erhöht - ist aber Aufgrund der aktuell sehr hohen Temperaturen auch wenig verwunderlich. Entscheidend ist aber auch die Entwicklung, bzw. Positionierung des Hochdrucksystems über dem nördlichen Europa im ersten April-Drittel. Wenn es sich über Skandinavien/England behaupten kann, so ist mit einem weiteren Abschnitt des trockenen und warmen Wetters zu rechnen, flacht es hingegen ab oder verlagert sich in Richtung Grönland, so wird es in Mitteleuropa wechselhafter und kühler. Erfahrungsgemäß sind Hochdrucksysteme über dem skandinavischen Raum keine "Eintagsfliegen" - wobei auch klar ist, dass ein Hochdrucksystem nicht ewig anhalten wird und es bis Ostern noch 20 Tage sind. Rein statistisch gesehen sind Temperaturen zwischen dem 18./21. April von +6/+16 Grad normal, der Mittelwert liegt bei rund +10 Grad - der Winterverlauf und auch der bisherige Frühlingsverlauf zeigt aber, dass sich das Wetter in diesem Jahr nicht um "Normalität" bemüht ist.

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