Das Wetterphänomen El Niño ist derzeitig aktiv und nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) seit Monaten voll Entwickelt und stark ausgeprägt. Das El Niño Phänomen steht in vielen Regionen für Hitze & Dürren und in anderen Regionen für schwere Überschwemmungen. Die Auswirkungen auf Mitteleuropa sind hingegen schwach, zeigen jedoch eine häufigere Wahrscheinlichkeit zu stärkeren Wellenbewegung entlang der sog. Polarfront, was über Mitteleuropa die Chancen auf Trogwetterlagen erhöht. Ob es dabei kalt oder warm wird, hängt im Wesentlichen davon ab, wie sich der Trog positionieren kann. Neu ist aktuell die Warnung der WMO, dass sich El Niño bis zum Jahresende weiter verstärken könnte. So erklärte der WMO Chef Michel Jarraud, dass "die schweren Dürren und zerstörerischen Überschwemmungen in den Tropen und Subtropen die Handschrift von El Niño tragen, der in diesem Jahr so stark ist wie seit mehr als 15 Jahren nicht mehr". So wird in diesem Jahr eine Erwärmung der Meeresoberfläche in den betroffenen Regionen von bis +2 Grad erwartet. Sollte das eintreten, so wäre das der stärkste El Niño seit 1950. Spekulativ äußerte sich Michael Jarraud noch zum Klimawandel und das Zusammenspiel mit El Niño. Zwar ist der Klimawandel von Menschen gemacht und El Niño ist ein Wetterphänomen, dennoch könnten beide einander beeinflussen und in einem Ausmaß verändern "was wir bisher noch nicht erlebt haben", so die Warnung von Jarraud. Den gesamten Artikel auf der WMO-Seite lesen.

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