Wetternews - aktuelle Meldungen rund um das Wetter

Unwetter und Schneefall - Was ist an den Eisheiligen zu erwarten?

  • C. Bertram
Turbulente Wetterentwicklungen zu den Eisheiligen
Turbulente Wetterentwicklungen zu den Eisheiligen

Seit einigen Tagen zeichnet sich bereits im Wettertrend eine Entwicklung ab, die zu den Eisheiligen zu einem markanten Temperatursturz führen wird. Da sich die Temperaturen zuvor in einem teils sommerlichen Bereich bewegen, sind entsprechende Wetterentwicklungen mit einem erhöhten Unwetterpotential nicht auszuschließen.

Die Details lassen sich zwischenzeitlich besser abschätzen und wir gehen heute etwas näher auf die möglichen Wettererscheinungen ein.

Erhebliche Niederschlagsmengen

Die kalten Luftmassen sickern bereits am Sonntag über dem Norden ein, sodass dort nicht mit großartigen Niederschlagsmengen zu rechnen ist. In der Nacht auf Montag und im weiteren Tagesverlauf aber dehnen sich die Kaltluftmassen weiter nach Süden aus.

Dort prallen die Luftmassen arktischen Ursprungs auf die sommerlich warmen und feuchten Luftmassen über dem Süden. Da prallt eine Menge Energie aufeinander, die unbedingt umgewandelt werden will und das geschieht wohl in Form von Niederschlag, der sich mit Niederschlagssummen von 20 bis 40 l/m² und örtlich bis 60 l/m² etwa südlich der Linie von Köln und Dresden/Berlin ergießen kann.

Wo genau der Schwerpunkt der Niederschläge liegen wird, lässt sich wohl erst am Montag im sog. Nowcasting beantworten - zu dynamisch ist diese Wetterentwicklung. Deutlicher sieht man den wahrscheinlichen Niederschlagsverlauf in der Niederschlagsprognose.

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Wettertrend: Wie wird der Sommer 2020?

  • C. Bertram
Wird der Sommer 2020 zu warm und zu trocken?
Wird der Sommer 2020 zu warm und zu trocken?

Der Frühling war bislang außergewöhnlich warm und trocken. Steht zu befürchten, dass sich im Sommer 2020 eine Hitze und Dürre wiederholt? Ein Blick auf die aktuelle Entwicklung.

Aktuell hat es ein wenig geregnet und die letzte Tage haben - insbesondere über dem Alpenraum, Rheinland-Pfalz und Hessen einiges an Niederschlag gebracht. Doch der flächendeckende und länger andauernde Niederschlag fehlt bisweilen und so sorgen die letzten drei Tage für gerade einmal 10,5 Prozent der im Mai üblichen Niederschlagssumme.

Kumuliert man diesen Wert einfach auf, so würde der Mai sein Niederschlagssoll gerade so erreichen können, vorausgesetzt das Wetter bleibe so wechselhaft. Doch kündigt sich in der aktuellen Wetterprognose die nächste Trockenperiode an. Flächendeckender und länger andauernder Niederschlag ist bis Mitte Mai nicht zu erwarten und summiert man diese Summen einfach auf, so wäre bis zum Ende der zweiten Mai-Dekade gerade einmal 35 Prozent des Niederschlagssolls erfüllt. Der Mai hat somit bereits jetzt schon ein hohes Potential zu trocken auszufallen.

Schaut man sich die Niederschlagsprognose des europäischen Wettermodells bis zum 13. Mai an, so werden nördlich von Baden-Württemberg und Bayern 0 bis 8 l/m² an Niederschlag simuliert, während es in Richtung der Alpen 10 bis 20 und örtlich bis 50 l/m² sein kann. Nach dem amerikanischen Wettermodell sind ähnliche Niederschlagsverhältnisse zu erwarten. Der Mai also zeigt sich über weite Strecken über dem Süden wechselhaft, über der Mitte und dem Norden aber zu trocken (Zwei-Drittel zu trocken).

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Mit wie viel Regen ist bis Mitte Mai 2020 zu rechnen?

  • P. Stratmann
Wie viel Regen ist bis Mitte Mai möglich?
Wie viel Regen ist bis Mitte Mai möglich?

Eine sehr ausgeprägte Trockenheit bestimmte den Wettercharakter von Mitte März bis Ende April. Nun aber schwenkt die Wetterlage komplett um - mit wie viel an Regen ist zu rechnen?

Seit Montag gehen über Deutschland ein paar Schauer nieder, die vor allem über dem Süden schon für nennenswerten Niederschlag gesorgt haben. Der Schwerpunkt lag bisweilen südlich der Donau, wo bis zur aktuellen Stunde Regensummen zwischen 20 bis 40 l/m² und im Stau der Alpen bis 60 l/m² niedergegangen sind. Weiter nach Norden ist der Niederschlag mit 0 bis 10 l/m² und örtlich bis 15 l/m² keineswegs Flächendeckend niedergegangen - wie es eben Schauer so an sich haben.

Vorsicht mit den simulierten Niederschlagssummen

Zur Zeit hört oder liest man in den Medien, dass in der ersten Mai-Hälfte 140 bis 200 l/m² an Niederschlag zusammen kommen können. Ja, so etwas berechnen die Vorhersage-Modell hin und wieder, doch gerade die Niederschlagsprognose ist in den Vorhersage-Modellen eines der ungenauesten Faktoren. Häufig - nein sehr häufig - werden aus 200 l/m² in der Simulation in der später folgenden Realität 20 bis 60 l/m². Wir gehen in unseren Wetterprognose immer von einem Dämpfungsfaktor von 20 bis 40 Prozent (je nach Wetterlage) aus, der in unseren Vorhersagen auch berücksichtigt wird.

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Die erste Hitzewelle? Ungewöhnliche Hitze-Entwicklung Anfang Mai

  • P. Stratmann
Die erste Hitzewelle im Mai?
Die erste Hitzewelle im Mai?

Die Großwetterlage stellt sich in den kommenden Tagen um und es ist wieder vermehrt mit Regenfällen zu rechnen, doch was sich auf dem Atlantik zusammenbraut, könnte über Mitteleuropa die Temperaturen in der ersten Mai-Dekade auf ungewöhnliche Werte anstiegen lassen.

Momentan ist vieles noch hypothetischer Natur, doch das Strömungsmuster kann sich Anfang Mai nicht zonalisieren und kippt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit wieder zurück in eine meridionale Grundströmung.

Sommerlich warm

Doch im Unterschied zu den teils warmen April-Tagen positioniert sich Anfang Mai ein Tiefdruckzentrum auf dem Atlantik und kommt nicht sonderlich weit nach Osten voran. Im Gegenteil - die Prognose-Modelle berechnen aktuell eine Tendenz zum Abtropfen über dem Atlantik in Richtung der Azoren. Damit wird das meridionale Strömungsmuster initialisiert und aus südlichen Richtungen gelangen sehr warme Luftmassen aus Afrika nach Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die Temperaturen können bis zum 4. Mai auf Werte von +23 bis +27 Grad und örtlich bis +29 Grad ansteigen. Bis zum 5. Mai werden sogar Spitzenwerte von örtlich bis zu +30 Grad berechnet. Damit befänden sich die Temperaturen nicht nur im sommerlichen, sondern schon im hochsommerlichen Bereich.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +6,07 +3,38 +2,6 237 l/m² - normal


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