Der Deutsche Wetterdienst hat in Zusammenarbeit mit dem CEN (Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit) der Universität Hamburg und dem MPI-M Max Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) ein neues Langfristmodell, bzw. Jahreszeitenmodell vorgestellt Namens German Climate Forecast System (GCFS).

Dieses Langfristmodell berechnet bei seiner Wetterprognose über mehrere Monate hinweg sehr viele Entwicklungseinflüsse auf das Wetter mit ein. Dies sind z.B. die untere Schicht der Atmosphäre (die Troposphäre, bis in maximal 16 Kilometer Höhe), höhere Luftschichten, sowie der Boden, der Ozean und das Meereis werden in der Simulation mit berücksichtigt.

Wie genau ist dieses Langfristmodell? Das wird sich zeigen müssen und wir werden das Langfristmodell in den kommenden Wochen sicherlich des Öfteren mit erwähnen. Allerdings stehen alle Langfristmodelle zunächst im experimentellen Umfeld, so dass eine detaillierte Wetterprognose über mehrere Wochen und Monate hinweg auch in naher Zukunft unmöglich bleiben wird. Was aber möglich ist, ist eine Trendwahrscheinlichkeit vorherzusagen. Hierzu werden eine Vielzahl an historischen und aktuellen Vorhersagen gerechnet, die zu jedem Prognosestart mit leicht variierenden Bedingungen gestartet werden. Daraus entstehen sog. Ensembles, welche neben den breiten Entwicklungsspektrum eine Ableitung des Wettertrends ermöglichen. Wer die neue Jahreszeitenprognose des DWD einmal ausprobieren möchte, kann dies auf unserer Seite Langfristmodell gerne einmal ausprobieren.

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Klimaforscher Klaus Grosfeld vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI) sagte jüngst, dass das Meereis der Arktis im September 2016 so weit zurückgegangen sei, wie noch nie zuvor. So wurde der Rückgang bis in die Zentralarktis rund um den Nordpol festgestellt.

Insgesamt wurde ein Rückgang des Meereises so weit nördlich in den Sommermonaten noch nie festgestellt und zeigt "wie angegriffen das System" ist. Nach den aktuellen Auswertungen des AWI und der Uni Hamburg ging die Meereisfläche auf 4,1 Mio. Quadratkilometer zurück. Möchte man das in Vergleich setzten, so ist das die zweitkleinste Eisfläche nach der Rekordschmelze von 2012, bei der ein Rückgang auf 3,4 Mio. Quadratkilometer registrierte. Prof. Christian Haas vom Alfred-Wegener-Institut bekräftigt zudem, dass sich der "Trend fortsetzt" und die Nordwest und Nordostpassage für Schiffe gleichzeitig befahrbar seien. Beide Schiffspassage waren erstmals (!) im Jahre 2008 befahrbar.

Der Rückgang des Meereises gilt als ein Indikator für die Klimaerwärmung. Betrug die durchschnittliche Meereisfläche im Minimum der Sommermonate der 1970er und 1980er Jahre doch noch rund 7 Mio. Quadratkilometer und zeigt, wie schnell der Rückzug von statten geht. "Der Rückzug des arktischen Meereises ist ein deutlicher Hinweis, dass die globale Erwärmung ungebremst fortschreitet", sagt Lars Kaleschke vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit der Universität Hamburg. Normalerweise hat das "erstjährige Eis" eine Dicke von rund zwei Meter, nachdem um mehr als +6 Grad wärmeren Temperaturen im Winter 2015/16 betrug die Dicke lediglich einen Meter.
Global betrachtet war der August 2016 mit einer Abweichung der Land- und Ozeanflächen von 0,92 Grad der heißeste August Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen von 1880. Betrachten man die Anomalien der Landfläche, so liegt die Abweichung bei 1,29 Grad. Für die Sommermonate ergibt sich nach den Hitzerekorden im Juni und Juli somit ein globaler Sommer-Hitzerekord.

Der August 2016 ist der sechszehnte Monat in Folge (!), welcher - global betrachtet - einen Hitzerekord aufgestellt hat - das war seit Beginn der Aufzeichnungen noch nie der Fall. Der alte Hitzerekord für den August stammt aus dem Jahre 2015 und wurde nun um 0,05 Grad übertroffen. Das mag sicherlich auch mit dem starken El Nino Phänomen zusammenhängen und im Zusammenspiel mit der Klimaerwärmung ergeben sich dann solche Rekordmonate. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) sagte in einem Interview, dass El Nino etwa für 0,02 Grad verantwortlich wäre - die Restdifferenz stamme von der globalen Erwärmung.

Wie sehr sich das Klima verändert hat, zeigt der folgende "Comic-Stripe" recht anschaulich und wir wollen nicht zu viel über das Ende verraten. Wie kommen die Messwerte zustande? Die NASA sammelt diese Daten von über 6.300 Messstationen auf der Welt, analysieren den Meeresspiegel und sammeln auch die Daten der Forschungsstationen der Antarktis. Im nachfolgenden Link können Sie den gesamten Bericht der NASA nachlesen.
Der Juli 2016 war - global betrachtet - der wärmste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen von 1880. 6.300 Messstationen rund um den Globus bringen ein eindeutiges Ergebnis: Der Juli 2016 übertraf den bisherigen Juli-Rekord um +0,1 Grad. Betrachtet man den Durchschnitt von 1950-1980, so lag der Juli 2016 rund um +2 Grad über dem Mittelwert.

Der Juli 2016 war somit der zehnte Monat in Folge, welcher zu warm ausgefallen ist. Somit besteht laut NASA eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Jahr 2016 nach 2014 und 2015 einen neuen Wärmerekord aufstellen wird. Maßgeblich dafür verantwortlich war die Nordhalbkugel, welche mit ihren größeren Landmassen sich schneller aufheizen konnte, als die südlich gelegenen Regionen, aber auch auf der Arktis war es bedeutend wärmer als sonst, was die Eismassen noch schneller abschmelzen lassen.

Die Temperaturen von 1950 gelten als Basiswert der Klimaerwärmung für die Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 2 Grad. Der aktuelle Werte liegt bei rund +1,3 Grad und erst letztlich hatte man in Paris beschlossen, die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad begrenzen zu wollen. Das ist laut den jüngsten Berechnungen der Forschern aussichtslos.
Ein Rekord nach dem anderen wird derzeitig bei den global registrierten Temperaturen aufgestellt. Die US-amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde (NOAA) stellt fest, dass der Juni 2016 - global betrachtet - der heißeste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen von 1880 war. Somit ist der Juni 2016 der 14. Monat in Folge, in den ein neuer Temperaturrekord aufgestellt worden sei. Und überhaupt: eine solche Serie an Rekordwerten hat es in den letzten 136 Jahren noch nie gegeben.

Die über Land und Wasser gemessenen Temperaturen lagen bei 15,5 Grad und somit um 0,9 Grad höher als die Werte aus den 20. Jahrhundert. Betrachtet man die ersten sechs Monate vom Jahr 2016, so stellten diese insgesamt einen neuen Rekord auf, so dass das Jahr 2016 eine hohe Wahrscheinlichkeit hat, erneut einen Wärmerekord aufzustellen. Einen Rückschluss auf eine Beschleunigung der Erderwärmung lässt die Tatsache zu, dass in den mittleren Monatswerten mehr rekordhafte Abweichungen registriert worden seien und insgesamt 14 von 15 dieser Spitzenabweichungen seit Februar 2015 registriert wurden. Den gesamten Bericht können Sie auf der Seite der NOAA nachlesen (Original | Google Übersetzung).