Das Wetter am Wochenende wird nach einer kurzen "Wetterberuhigung" am Freitag sich erneut dynamisch und wechselhaft gestalten. Der Grund hierfür ist eine Tiefdruckwelle direkt über Deutschland, bei der die Entwicklung noch unsicher ist - so ist es zum heutigen Stand nicht unwahrscheinlich, dass das nächste Sturmereignis am kommenden Samstag ansteht. Sowohl am Samstag, als auch am Sonntag muss mit Regenschauern und teils länger anhaltenden Niederschlägen gerechnet werden, die Deutschland rasch von West nach Ost, zum Sonntag von Nordwest nach Südost überqueren werden. Der Wind dreht dabei auf nördliche Richtungen, so dass die Temperaturen von Samstag mit +7/+11 Grad zum Sonntag auf +3/+9 Grad absinken werden, die Schneefallgrenze schwankt am Sonntag zwischen 700 und 1.000 Meter. Im Zeitraum zwischen dem 11./15. November nimmt die Wetterdynamik Aufgrund eines Hochdrucksystems zunehmend ab, wobei im Detail die exakte Position des Hochdrucksystems noch abgewartet werden muss. Liegt das Hoch weiter im Westen, so sind kühle Temperaturen und Schauer die Folge, liegt es weiter im Osten so ist ruhiges und teils nebliges Novemberwetter zu erwarten. Über die Monatsmitte hinaus bleibt die weitere Wetterentwicklung äußerst spannend. Wie bereits in den letzten Wettervorhersagen erläutert, erfährt der Polarwirbel, bzw. die Polarfront eine zunehmende Schwingung und damit eine Wellenbewegung, was das Wetter zwischen dem 15./20. November wieder Abwechslungsreicher machen könnte. Die ersten Schnee-, Schneeregen- und Graupelschauer werden in diesem Zeitraum zunehmend wahrscheinlicher, wobei ein nachhaltiger Wintereinbruch weiterhin nicht zu erkennen ist - es wird wohl eher in die Kategorie "nasskaltes Novemberwetter" fallen. So lange der Kältepol zwischen Kanada, Grönland und dem nördlichen Skandinavien aktiv ist, bleibt der sog. Westdrift bestehen und für Mitteleuropa mehr oder minder Wetterbestimmend, was wiederum die Wahrscheinlichkeit für mildes bis nasskaltes Wetter bis zum 17./19. November erhöht. Die Hochdrucksysteme um die Polarfront herum "piesacken" den Polarwirbel zunehmend zum letzten November-Drittel, so dass relativ rasch in der für Mitteleuropa zuständigen Wetterküche bei Neufundland ein Hochdrucksystem entstehen könnte und somit den aktiven Westdrift beendet. Sollte solch eine Blockadesituation eintreten, so werden über Mitteleuropa die Gradienten zunehmend schwächer und die Luft kann auskühlen, was die Optionen auf Winterwetter im letzten Novemberdrittel auf etwa 28 Prozent erhöht. Das Langfristmodell simuliert das Wetter im November etwas zu nass und im Südosten etwas zu trocken und leicht bis deutlich zu warm. Geht es nach dem Langfristmodell, so ist ein "knackiger" Wintereinbruch im November unwahrscheinlich. Die Wintermonate Dezember, Januar und Februar werden weiterhin normal bis leicht zu warm simuliert, wobei die Niederschlagserwartung im Süden etwas höher als im Norden ausfällt.