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In den letzten Tagen sind wir vermehrt darauf angesprochen worden, warum wir den Wettertrend für den Herbst nicht fortsetzen. Wir haben uns dazu entschlossen - Aufgrund der hohen Schneewahrscheinlichkeit im Herbst - die zwei Jahreszeiten Herbst und Winter "zusammenzulegen", da es für viele nicht "verständlich" ist, dass bereits im Herbst Winterwetter vorherrschend sein kann. Betrachtet man das zu kühle Frühjahr und den zu warmen Sommer, so lässt das Rückschlüsse auf ein mögliches Ausgleichsverhalten beim Wetter zu. Demnach könnte ein Herbst bevorstehen, wie wir ihn von "früher" her kennen - stürmische Winde und peitschender Regen. Warum? Die für uns in Mitteleuropa zuständige Westwind Zirkulation ist quasi seit Jahresbeginn unterbrochen. In regelmäßigen Abständen schafft es entweder das Azorenhoch oder ein Skandinavienhoch das Westwindwetter zu blockieren - anders ausgedrückt handelt es sich hierbei um eine mehr oder minder gestörte Zirkulation. Es ist dabei nur eine Frage der Zeit, bis sich die normale Zirkulation wieder einstellen wird, wobei hier einige Anläufe von Tiefdrucksystemen notwendig ist ("Aufräumen" mit Starkwindereignissen). Ein Indiz ist hierbei der Jetstream, der zu den ersten September-Tagen hin in normaler Position deutlich an Fahrt aufnimmt. Gleichzeitig strömt über dem nördlichen Kanada und Grönland in der Höhe kalte Luftmassen nach Süden, was die Wetterküche bei Neufundland grundsätzlich in Gang setzen wird. Wo eine Reaktion stattfindet, findet ebenso eine Gegenreaktion statt, was die Wetterlage im September über Mitteleuropa spannend gestaltet. Zum einen ist mit 28 Prozent eine Turbulente Westwindwetterphase wahrscheinlich - ebenso könnte es aber zu einer sog. Erhaltungsneigung kommen (26 Prozent), bei der das Azoren- und Skandinavienhoch eine Gegenreaktion in Form von "dagegen halten" auslösen und somit Spätsommerwetter in Deutschland zur Folge haben werden. Der Blick auf das Langfristmodell zeigt für die Herbst- und Wintermonate überwiegend normales Wetter, wobei der Oktober etwas zu trocken ausfallen könnte. Aktuell gibt es keinerlei Hinweise auf einen strengen Winter 2013/2014, wie in der "Presse" in den letzten Tagen dargestellt wurde. Vielmehr ist es so, dass die aktuellen Randbedingungen wie El Niño/La Niña keinen wesentlichen Einfluss auf das Wetter in Mitteleuropa haben werden.
ENSO neutral conditions continue.
Equatorial sea surface temperatures (SST) are near average across the western and central Pacific Ocean and below average across the eastern Pacific.
ENSO neutral is favored into the Northern Hemisphere fall 2013

Quelle: Noaa.gov
Allenfalls die weiterhin schwache Sonnenaktivität deutet auf einen Fortbestand der gestörten Zirkulation hin, was auch noch im Winter eine Auswirkung haben könnte. Die Prognosen gehen aber allesamt von einem normalem Wetter im Winter 2013/2014 aus.
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